Das Jahr 2017 der Gothaer Feuerwehr

Foto: Brandamt Gotha

Im Jahr 2017 rückten die Gothaer Feuerwehren zu insgesamt 1.128 Einsätzen aus. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 144 Einsätze weniger. Dabei sind die Brände deutlich zurückgegangen, auch die Anzahl der technischen Hilfeleistungen ist gesunken. Die Gothaer Feuerwehren waren 2017 mit ihren Kameradinnen und Kameraden 4.500 Stunden im Einsatz.

Brandgeschehen

Insgesamt gab es im letzten Jahr 130 Brände. Im Vorjahr waren es noch 179. Allein diese Differenz macht deutlich, dass die Feuerwehr Gotha, in Bezug auf die Brandserie der vorangegangenen Monate und an den immer wiederkehrenden Einsatzstellen, seit etwa dem 2. Quartal 2017, eine große Entlastung verspürte, weil sich hier diese Brände nicht mehr ereigneten.

Von den 130 Bränden im Jahr 2017 sind 116 in die Kategorie Kleinbrände (mit nur einem Strahlrohr bekämpft) einzuordnen. Weiterhin löschte die Feuerwehr 12 Mittel- und 2 Großbrände (Brand eines Holzlagers im April und ein Gebäudebrand am Arnoldiplatz im September).

66 Brände fanden in Gebäuden statt. Im Jahr 2017 waren es hier 88.
Sieben Menschen wurden bei Bränden über den sogenannten baulichen Rettungsweg gerettet. Ein Feuerwehrangehöriger wurde in einem Brandeinsatz verletzt, glücklicherweise jedoch ohne Spätfolgen.

In den anderen Kategorien waren 64 Einsätze zu verzeichnen, davon allein 41 Papiercontainer- und beispielweise noch 9 Fahrzeug- sowie 11 Flächenbrände.

Zu den realen Bränden kommen noch 120 Fehlalarme in den Kategorien „blinder Alarm“ (48), „böswilliger Alarm“ (4), „Fehlalarmierung durch automatische Brandmeldeanlage“ (61) und „sonstiger Grund“ (7). 2016 waren es insgesamt 129 Fehlalarme.

Technische Hilfeleistungen

Im Bereich der technischen Hilfeleistung rückte die Feuerwehr Gotha zu 803 Einsätzen aus. Dies sind 85 Einsätze weniger als im letzten Jahr. Hinzu kommen hierbei noch 75 Fehlalarmierungen in den Kategorien „blinder Alarm“ (60) und „sonstiger Grund“ (15).

Der Bereich Tierrettung/-bergung nimmt mit insgesamt 231 Einsätzen einen nicht unwesentlichen Teil der Hilfeleistungen ein. Der Bereich Türöffnung mit akuter Gefahr, also wenn sich Menschen in Notlagen befinden, ist im Vergleich zum Vorjahr um 24 weniger auf 112 Einsätze gesunken.

Die Anzahl der Personen, die im Bereich der technischen Hilfe von der Feuerwehr gerettet wurden, lag 2017 bei 82. Davon konnten 73 Personen über das Treppenhaus, 2 Personen über die Drehleiter, 2 Personen über tragbare Leitern und 5 Personen über sonstige Rettungsgeräte, beispielsweise mittels hydraulischem Rettungsgerät, gerettet werden.

Insgesamt waren im Bereich der Technischen Hilfeleistung 186 verletzte Personen zu verzeichnen. Sehr erfreulich ist, dass im Jahr 2017 kein Feuerwehrangehöriger im Bereich der Technischen Hilfeleistung verletzt wurde.

Bedauerlicherweise musste die Feuerwehr Gotha im Jahr 2017 auch 19 tote Personen bergen, im Vorjahr waren es 18 Todesfälle.

Allgemein

Insgesamt waren die Kameradinnen und Kameraden der Gothaer Feuerwehren rund 4.500 Stunden im Einsatz. Die Freiwilligen Feuerwehren leisteten 112 Brandsicherheitswachen und rund 550 Personen, darunter viele Kinder und Jugendliche, bekamen eine Einblick in die Arbeit der Feuerwehr oder wurden an Handfeuerlöschern/Rauchmeldern im Rahmen der Zivilschutzausbildung geschult. Im Rahmen des Vorbeugenden Brandschutzes wurden 138 Stellungnahmen zu Bauanträgen abgegeben.

Insgesamt entstand bei allen Einsätzen, bei denen die Gothaer Feuerwehren Hilfe leisteten, ein geschätzter finanzieller Schaden in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro.

Die Zahl der aktiven Angehörigen der Einsatzabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren lag mit Stichtag vom 31.12.2017 bei 116, was im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Rückgang um 4 Kameradinnen und Kameraden bedeutet.

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