Die Niederländer sind zurück – Führung im Herzoglichen Museum

Impressionen aus der Dauerausstellung. Foto: Lutz Ebhardt, Stiftung Schloss Friedenstein Gotha

Im Herzoglichen Museum Gotha kehrt wieder der Alltag ein – und die Niederländer damit zurück an ihre angestammten Plätze im ersten Obergeschoss. Der Kurator der Sammlung und stellvertretende Direktor des Bereichs Wissenschaft und Sammlungen, Dr. Timo Trümper, wird aus diesem Anlass am Donnerstag, 23. November 2017, durch die Dauerausstellung führen. Ab 18 Uhr wird er Interessierte jene Gemälde wieder näherbringen, welche die Gothaer Fürsten vor allem im 18. und 19. Jahrhundert zusammengetragen haben. Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro.

Über ein Jahr waren die Werke nicht zu sehen, da die Dauerausstellung zwei Sonderschauen und einer Interimsausstellung Platz gemacht hatte: den Arbeiten von Balthasar van der Ast, einer Reihe von Landschaftsmalereien aus der eigenen Sammlung sowie den französischen Meistern aus dem Puschkin-Museum. Mit Gemälden von Peter Paul Rubens, Jan van Goyen oder Thomas de Keyser sind nun wieder einige Höhepunkte der Gothaer Sammlung zu sehen, zu denen auch die Werke aus dem Stillleben-Kabinett zählen.

Die niederländischen Gemälde sind im sogenannten „Goldenen Zeitalter der Malerei“ entstanden, das nahezu hundert Jahre andauerte: Nachdem sich die nördlichen Provinzen der Niederlande 1581 von der spanischen Herrschaft emanzipiert hatten, trieb der florierende Seehandel wirtschaftliche Blüten. Das Bürgertum erstarkte und zeigte demonstrativ seinen neu erworbenen Reichtum. Die Kunst war somit zu einer bedeutenden Handelsware geworden, sofern sie den allerhöchsten Qualitätsansprüchen genügte. Auf dem Höhepunkt dieser Entwicklung um 1650 gab es etwa 700 Malerwerkstätten, die sich auf bestimmte Bildinhalte und Themen spezialisiert hatten. Unter ihnen befinden sich auch die Rückkehrer des Herzoglichen Museums.

Die Informationen im Überblick:

Führung durch die Dauerausstellung:
Donnerstag, 23. November 2017, 18 Uhr

Es führt Kurator Dr. Timo Trümper, stellvertretender Direktor Wissenschaft und Sammlungen.

Eintritt
5,00 Euro (erm. 2,50 Euro)

Öffnungszeiten
täglich 10 – 16 Uhr; an Feiertagen geöffnet

 

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