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05|09|10
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Die Neuauflage des alten Opel-Klassikers kann sich blicken lassen

Es gibt nur wenige Automarken, die sosehr in diesem Jahr im Blickpunkt des Medieninteresses standen – wie die Marke Opel. Bekanntermaßen zu oft mit bitterem Beigeschmack. Um so mehr mag manch leidgeprüfter Opel-Liebhaber auf die Einführung des neuen Opel Astra gewartet haben. Voller Hoffnung, endlich mal was Positives lesen zu dürfen. Und das, so sei nicht nur dem Opel-Liebhaber versichert, wird er.

Mein Testwagen, als Fünftürer ausgestattet mit einem 1.7l CDTI Motor (92KW/125PS) und einem manuellen 6-Gang-Schaltgetriebe, hat mich rein äußerlich sofort für sich eingenommen. Im Vergleich zum alten Astra-Modell haben die Designer im Haus Opel ganze Arbeit geleistet. Mit seiner eleganten fließenden coupéartigen Form, die insbesondere durch eine extrem ausdrucksstark gestaltete Heckpartie (siehe Bild) abgerundet wird, ist der Neue eine echte Augenweide. Das edel gestaltete Cockpit mit seinen Armaturen, auffällig hier vor allem zahlreiche Chromapplikationen, ist für den Fahrer  sehr gut erreichbar, wobei man sich für die einzelnen Funktionen Zeit lassen sollte. Diese alle schon nach der ersten Fahrt zu kennen, ist unmöglich. Wir Frauen werden den neuen Opel Astra lieben! Schon allein ob des umfangreichen Angebotes an kleinen Ablagefächern. Je nach Ausstattung bringen bis zu 19 Stück davon alles geordnet ans Ziel. Auch die obligatorische 1,5l Getränkeflasche findet in den vorderen Türen endlich Platz – stehend wohlgemerkt! Der Flex-Floor Gepäckraumboden kann in drei verschiedene Positionen gebracht werden. Von bündig abschließend mit der Ladekante über die Möglichkeit, durch die umgeklappte Rücksitzbank eine große ebene Transportfläche zu schaffen, bis zur unteren Position, die den gesamten Raum nutzbar macht. Was aber den Astra zum wirklich treuen Begleiter macht, sind seine einzigartigen Sitze. Diese haben nicht umsonst das Gütesiegel der Aktion „Gesunder Rücken e. V.“ Mit diesem Gütesiegel  ausgestattet, wird das Fahren zum wahren Entspannungsmoment. Sie  meinen, ich übertreibe? Testen Sie selbst.Und damit kommen wir zum Fahrverhalten. Innerstädtisch und bei Überlandfahrten  gibt  es keinerlei Abstriche. Besonders das per Knopfdruck wählbare FlexRide-System macht richtig Spaß. Sie entscheiden, ob das Fahrwerk  sportlich eingestellt wird oder aber komfortabel. Entsprechend reagieren dann auch Gaspedal, Lenkung, Getriebe und Bremsen. Bei Autobahnfahrten bzw. bei Überholmanövern allerdings brauchte das von mir gefahrene Modell für meinen Geschmack ein wenig lang, um von „0 auf 100“ zu beschleunigen. Hier macht sich ein wenig bemerkbar, dass der neue Astra zwar um 17 cm länger geworden ist (jetzt 4,42 m) insgesamt aber auch an die 200 kg Gewicht zugelegt hat. Dafür liegt sein durchschnittlicher Verbrauch in dieser Motorisierung auch nur bei 4,7 l/100km. Wer damit nicht leben kann, sollte unbedingt nach den anderen noch möglichen Motorisierungen fragen. Am Schluss wie immer der Preis. Dieser bewegt sich zwischen 15.900 Euro und 27.405 Euro – je nach Motorisierung und Ausstattungsmerkmalen.


Alles in allem, liebe Opel-Fans, mein Fazit: Mit dem neuen Opel-Astra sollte manch geschundene Opel-Fahrer-Seele besänftigt werden. Ein rundum gelungenes Auto im Segment der Kompakten – und für alle Singles und  kleinen Familien sei schon vorab verraten: Im kommenden Sommer gibt es ihn auch als 3-Türer.

Getestet von Marita Oschmann