ERFURT   JENA   WEIMAR   GOTHA
05|09|10
Oscar-am-Freitag.de ist ein Infotainment-
portal der MSB Verlags-, Vertriebs- und Werbe GmbH in Zusammenarbeit mit Kallinich Media.

Details

Blasmusik der etwas anderen Art

Mit La Brass Banda kommt eine untypische „Blaskapelle“ zur Kulturarena

Mit Tuba, Trompete, Posaune, Schlagzeug und E-Bass erzeugen der Hans, der Sepp, der Manu, der Yosi und der Olli bayrische Blasmusik, wie sie sein soll: mit ungenierten Texten, zuckenden Offbeats und wummernden Bässen. Zusammen sind die Fünf „La Brass Banda“ und spielen am 11. August bei der Kulturarena auf. Oscar-am-Freitag-Redakteurin Daniela Eichler fragte bei den sympathischen Bayern nach.

Einer eurer Grundsätze als Band: „Ned zvui ausmachn und wenn doch, dann mach mas spontan anders“ – ihr handelt offenbar nach dem Prinzip Chaos. Warum?
 Weil es anders in unserer Besetzung gar nicht möglich wäre. So funktioniert die Band seit unserer Gründung. Die besten Ideen entstehen aus dem Bauch raus und durch zu viele Automatismen würde viel Spaß verloren gehen.
 
Wie schlägt sich das auf eure Konzerte nieder?

 Jedes Konzert ist anders. Wir spielen ohne Set-Liste und versuchen die Stimmung unserer Besucher mitzukriegen und darauf zu reagieren. So erhalten wir uns auch einfach unsere Spontanität auf der Bühne.

Der Dialekt gehört zu La Brass Banda wie das Salz in die Suppe. Bereits innerhalb Deutschlands könnte ich mir gut vorstellen, dass es leicht zu Verständigungsschwierigkeiten hinsichtlich eurer Texte kommt?
Wir haben ja auch Texthefte dabei, die es umsonst bei unseren Konzerten gibt. ;) Die Texte sind ein Teil des großen Ganzen, was La Brass Banda live ausmacht. Die Verständlichkeit ist dann beim Konzert nicht das Problem. Dass es Schwierigkeiten gibt, ist natürlich klar, aber es kann ja auch nicht jeder Englisch, der sich englische Lieder anhört.

Was macht den Reiz der Musik von La Brass Banda aus?
Der Reiz ist mit Sicherheit unsere ungewöhnliche Zusammensetzung. Drei Blechblasinstrumente, E-Bass und Schlagzeug. Dazu halten wir alles sehr reduziert auf der Bühne. Somit ist dann die musikalische Vielseitigkeit, die wir mit unseren „begrenzten“ Möglichkeiten auf die Bühne bringen, der größte Reiz.

Es gab bereits Auftritte in Bosnien, Frankreich, sogar Afrika und Russland. Wie kam es dazu und wie hat man dort auf die typisch-untypische bayrische Musik reagiert?
Die Leute reagieren nicht anders als in Hamburg, Köln oder Berlin. Zu Beginn der Konzerte wissen die Leute meistens noch nicht, wie sie uns musikalisch einordnen sollen, aber nach kurzer Zeit ist es in Russland, Simbabwe oder England nicht anders als in München oder Stuttgart – es wird getanzt und mitgesungen.

Die Kulturarena in Jena begrüßt alljährlich große Künstler. Der eigentliche Reiz aber sind unbekanntere „Geheimstipps“. Was macht La Brass Banda zu einem solchen?
Zu einem großen Künstler? :) Wir beschäftigen uns nicht mit solchen Wertungen. Wir sind froh, das wir mit unserer Musik so viele Leute erreichen können und auf so vielen schönen Festivals und Konzerten spielen können, wie es in den letzten Jahren der Fall war. Von allem anderen sollten sich die Kulturare-nabesucher am besten selber überzeugen....

Worauf können sich unsere Leser bei eurem Auftritt freuen?
Auf einen Abend mit Blasmusik der etwas anderen Art.


Vielen Dank für das Gespräch!