Deutsche Meisterschaft im Hochschuldebattieren

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Das Team der Debattiergesellschaft Jena e.V - Patrizia Hertlein (r.) und Tina Rudolph von der Universität Jena - standen am 03.01.2016 im EFL-Finale der World Universities Debating Championship 2016 in Thessaloniki in Griechenland (Foto vom 06.01.2016). Damit sind die beiden jungen Frauen Vize-Weltmeister im studentischen Debattieren in der Kategorie EFL (English as a foreign language). Foto: Anne Günther/FSU
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Die Debattiergesellschaft Jena richtet vom 18. bis zum 21. Mai erstmals die Deutsche Meisterschaft im Hochschuldebattieren aus. Dabei treten 220 Debattierer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gegeneinander an. Den Abschluss bildet das öffentliche Finale am Pfingstmontag, 21. Mai, ab 14 Uhr im Jenaer Volksbad (Knebelstraße 10).

„Bisher haben wir ausschließlich kleinere regionale Turniere ausgerichtet, bei denen die Teilnehmer von nahegelegenen Debattierclubs angetreten sind. Jetzt wagen wir uns an die Austragung des mit Abstand größten Turniers im deutschsprachigen Raum“, sagt Patrizia Hertlein, Präsidentin der Debattiergesellschaft Jena und Vizeweltmeisterin 2016.

Eine Besonderheit des Turniers besteht darin, dass es im Bereich „Deutsch als Fremdsprache“ (DaF) zusätzliche Startplätze sowie ein eigenes DaF-Finale gibt, sodass internationale Studierende teilnehmen können. Seit einem halben Jahr findet zusätzlich zur wöchentlichen DaF-Debatte in Kooperation mit der Bürgerstiftung Jena die „Geflüchtetendebatte“ statt, die ebenfalls Teilnehmer an der Deutschen Meisterschaft stellt. „Die Teilnehmer werden in den Debatten zwar vorwiegend auf Muttersprachler treffen, aber das packen sie schon“, sagt Erik Thierolf, Verantwortlicher der DaF- und „Geflüchtetendebatte“.

Nachdem bereits im Juli 2017 der thüringische Ministerpäsident Bodo Ramelow als Schirmherr gefunden wurde, bestand die größte Herausforderung in der Suche von Debattenräumen, Schlafmöglichkeiten und Sponsoren. „Im Gegensatz zum Fußball galt es zunächst immer zu erklären, worum es beim Debattieren überhaupt geht, ehe klar wird, warum die Debattiermeisterschaft in Jena unterstützenswert ist“, so Erik Thierolf, Hauptorganisator der Veranstaltung.

Grundsätzlich geht es darum, in siebenminütigen Reden eine Position zu vertreten. Ob Pro oder Contra entscheidet das Los. Die Themen werden erst 15 Minuten vor Beginn der Debatte mitgeteilt, sodass ein breites Allgemeinwissen und schnelles Denken förderlich sind. Kontroverse Fragestellungen sind beispielsweise: „Sollten Privatschulen verboten werden“ oder „Sollte Donald Trump der Friedensnobelpreis verliehen werden?“. Es gewinnt das Team, das das Publikum am meisten von der eigenen Position überzeugt.

Neben dem besten Finalteam wird im Volksbad die beste Finalrede gekürt. Diese Aufgabe obliegt der Ehrenjury, die u. a. aus dem Präsidenten der Friedrich-Schiller-Universität, Prof. Dr. Walter Rosenthal, sowie der Ministerpräsidentin a. D., Christine Lieberknecht, besteht. Der Eintritt ist frei.

Die Debattiergesellschaft Jena wurde 2002 von Studierenden der Universität Jena als gemeinnütziger Verein und Hochschulgruppe gegründet.

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