„Die Blaue Libelle“ 2018 wurde verliehen

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Alle Preisträger mit dem Ministerpräsidenten Thüringens Bodo Ramelow (vorne rechts), Stiftungsvorstand Thomas Dirkes (2. von links), OTZ Chefredakteur Jörg Riebartsch (hintere Reihe, 4. von links) sowie der Vorstand der Klimaschutzstiftung Matthias Stüwe (ganz rechts)
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Visionen und Ideen zu den Themen Energieeinsparung und Energienutzung gibt es viele. Umgesetzt werden können allerdings nur wenige. Damit das nicht so bleibt, hat die Klimaschutzstiftung Jena-Thüringen gemeinsam mit der Ostthüringer Zeitung „Die Blaue Libelle“ ins Leben gerufen – den Thüringer Klimaschutzpreis. Am heutigen Nachmittag wurden zum vierten Mal im Rahmen der Preisverleihung herausragende Leistungen gewürdigt, die mit innovativen Konzepten, wirksamen Maßnahmen und strategischen Initiativen zum Schutz des Klimas beitragen.

Stiftungsvorstand Thomas Dirkes und Geschäftsführer der Stadtwerke Energie würdigte die kreativen Ansätze in den Projekten sowie das Engagement zur Förderung von Umwelt und Natur. Er sagte: „Als Stifter geht es uns darum, zukunftsweisende Klimaschutzprojekte zu fördern, die vor unserer Haustür initiiert und umgesetzt werden. Wir möchten damit auch auf dem Gebiet des Umweltschutzes ein Signal für unsere gesellschaftliche und regional verankerte Verantwortung setzen.“

Insgesamt vergab die Klimaschutzstiftung 14.500 Euro, wobei der Gewinner des Hauptpreises 5.000 Euro erhielt. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow persönlich dankte dem Stifter und den Preisträgern für Ihr Engagement. Er sagte: „Ich danke den Initiatoren der ‚Blauen Libelle‘, dass sie sich so engagiert für den Klimaschutz einsetzen und es ihnen dabei gelingt, auch unsere jungen Menschen für dieses immens wichtige Thema zu begeistern. Jedes einzelne der prämierten Projekte ist für mich faszinierend und Ausdruck von Innovation und Idealismus zugleich.“ Er freue sich besonders, dass der Hauptpreis an Schüler gehe, die mit ihrer ‚Solartankstelle für elektrische Kleingeräte‘ ganz praktische Interessen mit der Vision verbinden, die Klimaerwärmung aufzuhalten und somit katastrophale Folgen für die jetzige und die künftigen Generationen abzuwenden.

Beworben hatten sich in diesem Jahr 13 verschiedene Initiativen. „Es ist jedes Jahr aufs Neue spannend zu sehen, welch‘ kreative Ideen in Thüringen geboren werden, um das Klima zu schützen. Da fällt es leicht, das mit Preisen zu würdigen“, betonte der Chefredakteur der Ostthüringer Zeitung, Jörg Riebartsch.

Zum Ausblick des Klimaschutzpreises sagt Matthias Stüwe, Vorstand der Klimaschutzstiftung: „Es stimmt uns zuversichtlich für den Klimaschutz, dass auch in diesem Jahr Projekte von und für junge Menschen erfolgreich teilgenommen haben.“ Diese werde die Stiftung aufgreifen und das Angebot für Grund- und weiterführende Schulen ausbauen.

Die Preisträger im Überblick:

Den Klimaschutzpreis, dotiert mit 5.000 Euro, erhielt das Staatliche Spezialgymnasium für Sprachen in Waltershausen (Salzmannschule Schnepfenthal) mit dem Lehrer Matthias Weigel sowie Schülern der 8. Klasse. Mit dem Projekt „Solartankstelle für elektrische Kleingeräte“ der AG Naturwissenschaft soll Schülern die Möglichkeit gegeben werden, ihre Kleingeräte aufzuladen und sich dabei gleichzeitig mit der Frage zu befassen, wie dieser Strom umweltfreundlich bereitgestellt werden kann. An entsprechenden Ladestationen wird dazu Solarenergie genutzt und in Akkus eingespeichert.

Mit der Förderung von 4.000 Euro kann die Save Nature gUG, Leutenberg das Projekt „Plastik recyceln Kinder-leicht“ umsetzen. Mit einer mobilen Recyclinganlage sollen Schülern ab der 4. Klassenstufe die erforderlichen Schritte zum Plastik recyceln anschaulich und zum Mitmachen aufgezeigt. Gleichzeitig können dabei auch die kritischen Aspekte des Einsatzes von Kunststoffen im Alltagsbereich vermittelt werden.

Unterstützung in Höhe von 3.000 Euro erhielt der Solardorf Kettmannshausen e.V. mit dem Projekt „Thüringer Schülermodellwettbewerb – Klimaschutz durch 3DSolarstrom-PKW“. Das Projekt ist eine Weiterentwicklung der jahrelangen Aktivitäten des Solardorfes, die Themen Energieeinsparung, Nutzung erneuerbarer Energien und Ressourceneffizienz anschaulich und attraktiv für Schüler ab der Klassenstufe 4 aufzubereiten. Neben einer inhaltlichen Weiterentwicklung der eingesetzten Technologien wird das bisherige Konzept der Projekttage um den Ansatz Wettbewerbes zur Entwicklung eines E-Autos ergänzt.

Der Ländliche Kerne e.V., Crossen erhielt gemeinsam mit den Gemeinden Schlöben und Stadtroda 2.500 Euro. Im Rahmen des Vorhabens „Emissionsfrei mobil auf dem Land“ wird ein Elektroauto angeschafft, das ausgeliehen und z.B. für Bürgerbusfahrten genutzt werden kann. Der Strom zum Aufladen des Fahrzeuges wird umweltfreundlich aus einer Biogasanlage bereitgestellt. Die Projektpartner leisten damit einen Beitrag zur nachhaltigen, strombasierten Mobilität im ländlichen Raum.

Der Zweckverband JenaWasser hat im Rahmen seines Projektes „Klimaanpassungsstrategie Jena – Starkregen- und Überflutungsvorsorge“ ein Konzept entwickelt, wie im urbanen Bereich bei Starkregenereignissen gefährdete Bereiche identifiziert werden können und wie das daraus resultierende Schadensausmaß über kurz- bis langfristig angelegte Maßnahmen minimiert werden kann. Neben Maßnahmen zum Risikomanagement und Empfehlungen für Planungs- und Bauvorhaben soll über Beratungsangebote die Eigenvorsorge von Grundstückseigentümern unterstützt werden.

MSB Kommunikation

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