Fa. Sust bekommt den 2018er Dirk-Kollmar-Preis

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Das Quality Hotel am Tierpark. Immer ein gastlicher Ort. Doch keine Familien- oder Firmenfeier hatten dieser Tage Direktor Rainer Lutz und sein Team auszurichten. Der Gewerbeverein Gotha e. V. lud zu seinem 5. Jahresempfang.

Seit 2015 wird dabei der „Dirk-Kollmar-Preis“ verliehen. Den bekommen Unternehmen und deren Macher, die maßgebend Gothas Image befördern.

160 Gäste aus Handel, Handwerk, Hotellerie, Gastronomie, von Vereinen und aus öffentlichen Verwaltungen und der Politik folgten der Einladung des Gewerbevereins.

Sekt und Gute-Laune-Musik von Vinzenz Heinze stimmten auf den Abend ein.

Den eröffnete der Vorsitzende des Gewerbevereins, Andreas Dötsch. Der IT-Spezialist und Bändiger von Bits und Bytes gab alsbald das Wort an den Moderator des Abends ab – seinen Stellvertreter, Mathias Goldfuß.

Der stimmte zunächst auf einen Rückblick ein: Man wolle an die Gründung des 1. Gothaer Gewerbevereins im Jahr 1823 erinnern.

Das Gothaer Original Ralph-Uwe „Heinzi“ Heinz machte deshalb die erlauchte Runde mit dem Inhalt eben jenes Erlasses von Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg und Gotha vertraut, mit dem der Verein „offiziell“ das Licht der Welt erblickte. Auch, um zu zeigen, wie aktuell dessen damalige Zielsetzung heute noch ist. Denn auch damals ging es um Ladenöffnungszeiten und Konkurrenz aus dem Ausland, „auch wenn dass das Ausland damals hinter Neudietendorf und Waltershausen begann“, wie er unter amüsiertem Beifall erklärte.

Dann erinnerte Gothas erster frei gewählter Oberbürgermeister Werner Kukulenz an die frühen 1990er-Jahre, die Wiederbegründung des Gewerbevereins. Den hatten die Nazis 1931 verboten und er war auch zu DDR-Zeiten nicht wieder zugelassen worden.

Es waren zwar keine sieben Samurai, aber dafür sieben engagierte Gothaer, die Mitte 1992 den Neubeginn. Der Verein „Von Gotha für Gotha“ e. V. wagten. Voller Enthusiasmus organsierten sie damals erstmals den Weihnachtsmarkt. Das machte man erfolgreich bis 2009 und hob noch weitere Veranstaltungen aus der Taufe, die es heute noch gibt wie den Oster- oder den Herbstmarkt, aus dem später „Gotha glüht“ wurde.

2012 löste sich der Verein auf. Im gleichen Jahr gründete sich als legitimer Nachfolger der Gewerbeverein Gotha. Der nun vergab an den langjährigen Chef des Vorgängervereins, Volker Gießmann, eine Ehrenmitgliedschaft. Weitere Ehrenmitglieder wurden Eckhard Schiek, der die Geschäftsstelle leitete und Klaus Baumbach. Den derweil 80-Jährigen kennt eigentlich jeder Gothaer, denn was wäre das Frühlingsfest bzw. der Weihnachtsmarkt ohne ihn, der dann als Osterhase oder Weihnachtsmann für gute Stimmung sorgt.

Ebenfalls eine Ehrenmitgliedschaft bekam Maik Schulz. Der Eigner der Gothaer Werbeagentur „msb Kommunikation“ und Verleger von „Oscar am Freitag“, Journalist und Betreiber des „Londoners“ hatte von der Wiederbegründung des Gewerbevereins bis zum Juni 2016 dessen Vorsitz inne.

Die Zeit war weit fortgeschritten als dann Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch die Laudatio auf den jüngsten Kollmar-Preisträger hielt: die Kaffeerösterei Sust.

Die Geschichte dieser Firma ist eine von Traditionen und Generationen. 1966 gründete Ernst Sust die Firma Sust Kaffeemaschinentechnik und Elektroinstallation. Es sollte in der DDR der einzige selbstständige Betrieb für Service rund um die Kaffeemaschine werden.

1994 übernahm Ernst Susts Sohn Thomas das Unternehmen und leitet bis heute einen der ältesten Service für Kaffeemaschinen in Deutschland.

Das Stammhaus, eine Gründerzeitvilla im Herzen Gothas, wurde 2003 mit viel Enthusiasmus und Liebe zum Detail saniert und auf einer Grundstücksfläche von 1.500 Quadratmetern entstand neben einer Werkstatt die Kaffeerösterei mit angeschlossenem gemütlichem Ladengeschäft.

2009 bekam die Firma Sust Zuwachs durch ein weiteres Familienmitglied. Der Barista und Röstmeister Roman Kupka, der Bruder von Petra Sust, sorgt seither mit viel Leidenschaft und einem sicheren Geschmack für die gelungenen Kaffeemischungen.

Nach diesem Ehrenmarathon widmeten man sich dann den eher banaleren Freuden, genoss das kalte Buffet und ganz gewiss wurde an diesem Abend auch so manches Glas geleert.

Natürlich immer nur, um die Geehrten hochleben zu lassen…

 

 

 

 

 

 

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