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Gotha. Nicht der Herr der Ringe, sondern der der Bäume ist Jens Scheffler. Der Parkverwalter hat rund 4.000 davon im Blick. Sehr viele von denen schlugen schon vor gut 250 Jahren hier Wurzeln. In freundlich-wohlwollender Zuneigung spricht Scheffler daher von seinem Baum-Seniorenheim.

Und wie bei Menschen ist’s auch bei den Eichen und Buchen, den Ulmen und Linden, den Koniferen, Zedern und diversen Kiefern: Die Spannkraft lässt nach. Die alten Äste wollen nicht mehr so. Nicht zuletzt plagt die Baum-Methusalems manch Zipperlein, endet selbst das Leben von solch Photosynthese-Meistern vor der Zeit.

Und dies ist beliebe nicht nur dem nun schon dritten überaus trockenem Sommer oder diversen Schädlingen geschuldet. Manch Frevel – Jahrzehnte her – fordert nun seinen Tribut. 100 Bäume waren es im Vorjahr, die gefällt werden mussten.

Dass sie fehlen, das blieb meist auch aufmerksamen Parkbesuchern unbemerkt. Gewiss des immer noch opulenten und scheinbar puren Überflusses an Gewächsen geschuldet.

Nun sind der Schlosspark im Allgemeinen und der Englische Garten im Besonderen natürlich nicht irgendwelche bewaldeten Flächen in der Stadt. Speziell Letzterer ist sowohl Natur- wie Kulturdenkmal; weit über die Grenzen der Stadt, des Landes und Europas be- und anerkannt.

Umso mehr Verantwortung tragen Scheffler und sein Team, diese Pretiose den kommenden Generationen zu bewahren.

Wie das geht, welch besondere Herausforderung darin liegt – das erklärt der Parkverwalter bei einem Streifzug mit „Oscar am Freitag“-TV durch (s)ein Reich der Blätter- und Nadelkleid tragenden, knorrigen Flach- und Tiefwurzler.

Fliesenstudio Arnold

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