Erfolgreicher Auftakt wird fortgeführt

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Die Gäste des mit mehr als 160 Personen gut gefüllten Jenaer Rathauses mussten sich am Mittwoch abend in Geduld üben. Der kurzweiligen Vortrag von Professor Timo Leuckefeld hatte neue Entwicklungsmodelle der „Sonnenhäuser“, Differenzierungen zum Einsatz von Photovoltaik, Solarzellen & Co., Theorien über künftige Preisentwicklungen sowie Denkmodelle bei der Energienutzung zum Inhalt.

Sein Appell gilt der intensiven Nutzung der Sonnenkraft als „Altersvorsorgemodell“. Einsparung von (vermutlich steigenden) Kosten und damit Entlastung der persönlichen Haushaltskasse sollte dem schnellen Geld verdienen mit Sonnenenergie vorgezogen werden, empfiehlt Leuckefeld. Denn hier kommt der Effekt zu 100% dem Nutzer zugute. Bei der Einspeisung ins öffentliche Netz steht dem Entgelt eine Umverteilung der entstehenden Kosten auf alle Stromkonsumenten gegenüber- und der Fiskus möchte auch sein Teil ab haben. Staatliche Förderungen sollten bewusster eingesetzt werden an Stellen, die die Gelder effektiver im Sinne der Endkunden und künftiger Lösungen der nachhaltigen Energiegewinnung verwenden – zum Beispiel bei den Stadtwerken.

Seinen Ausführungen folgte eine intensive Diskussion im Rahmen einer Talkrunde.

Neben dem Stadtarchitekten Dr.- ing. Matthias Lerm hatten sich seitens der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck Matthias Stüwe, Vorstandsvorsitzender der Klimaschutzstiftung Jena-Thüringen, Baufinanzierungsexperte der Sparkasse Falk Seliger und Timo Leuckefeld auch die Energieberater Steffen Richter und Peter Knüpfer eingefunden. Carsten Rose von Radio F.R.E.I. aus Erfurt stellte als Moderator derart viele Fragen an die Teilnehmer, dass die Gäste bereits hörbar mit den Stühlen rückten. Aber die Mehrzahl der Gäste folgte gespannt den Ausführungen der Talkrundenteilnehmer – ob zum Beispiel das Modell der Sonnenhäuser auch in Jena einsetzbar wäre oder ob einer Finanzierung  energetischer Projekte eher stattgegeben würde, wenn sie besonders viele und ökologisch wertvolle Effekte vorzuweisen hätte.

Man war sich einig, dass jedes Gebäude seine eigene energetische Charakteristik trägt und es auch in der Energieberatung keine Standardlösung gibt. Auf jeden Fall wird empfohlen, vor spontanen Kaufüberlegungen einen Energieberater „ins Boot zu holen“. Dieser kann eine Einschätzung abgeben, welche Maßnahmen Priorität haben und die höchste Wirkung erzielen. Den Kontakt zu den richtigen Energieberatern können die Mitarbeiter des Fachbereiches Stadtentwicklung/Stadtplanung ebenso herstellen wie die der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck, der Sparkasse Jena-Saale-Holzland und – denn hier sitzen die Experten direkt – der Jenaer Energiesparverbund.

Für die folgenden Veranstaltungen werden noch Anmeldungen entgegen genommen. Eine ausführliche Übersicht hierzu gibt es zunächst auf der Homepage der Sparkasse Jena-Saale-Holzland. Wegen des großen Erfolgs der Auftaktveranstaltung ist ein gemeinsamer Onlineauftritt der Partner geplant. Dort können sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger später über weitere Projekte und Veranstaltungen informieren.

Fliesenstudio Arnold