
Umweltminister Bernhard Stengele hat gestern den Friedenstein besucht. Die Themen der diesjährigen Jahreshauptausstellung „S.O.S. Grünes Herz. Unsere Natur im Wandel“ decken sich mit jenen, mit denen der Minister täglich zu tun hat: die Veränderung unserer Ökosysteme, kanalisierte Flüsse oder invasive Arten.
Kurator Dr. Christian Göcke erläuterte dem Umweltminister, wie die Ausstellung die Besucher einlädt, ihre Vorstellungen von Natur zu überdenken und sich mit den Herausforderungen des zeitgemäßen Naturschutzes auseinanderzusetzen. Als Startschuss des Friedenstein-Wald-Projektes überreichte Stiftungsdirektor Dr. Tobias Pfeifer-Helke dem Minister als erstem Baumpaten des Friedenstein-Waldes einen Tannen-Setzling. (weitere Informationen zum Projekt unten)
Minister Stengele: „Die beiden Ausstellungen der Stiftung Friedenstein verdeutlichen sehr klar, wie die Klimakrise unsere Erde verändert und unsere Lebensweise gefährdet. Zwar hat sich auch Thüringen seit der Urzeit stark gewandelt, aber die Veränderungen in unserer Zeit passieren viel zu schnell, die Natur hat keine Chance, sich darauf einzustellen. Wir alle können im Großen und im Kleinen etwas für den Schutz unserer natürlichen Grundlagen tun – auch deshalb freue ich mich sehr, der erste Baumpate für den Friedenstein-Wald zu sein.“
Neues Projekt geht an den Start
Zur Halbzeit von „S.O.S. Grünes Herz. Unsere Natur im Wandel“ ruft die Stiftung eine neue Aktion ins Leben: den Friedenstein-Wald. Umweltfreunde können hierbei Patenschaften für Bäume übernehmen, welche im Oktober – zur Finissage der Ausstellung – gepflanzt werden und brachliegende Flächen in zukunftsfähige Wälder verwandeln. Die erste Baumpatenschaft hat am heutigen Mittwoch Umweltminister Bernhard Stengele übernommen.
Schon bei der Konzeption von „S.O.S. Grünes Herz. Unsere Natur im Wandel“ haben die Kuratoren und Kuratorinnen das Thema „Nachhaltigkeit“ mitgedacht: Doch der Besuch einer Ausstellung beginnt schon mit der Anreise. Deshalb lädt die Stiftung die Besucher und alle Interessierten ein, die dabei entstehenden CO2-Emissionen zu kompensieren und gemeinsam einen Friedenstein-Wald zu schaffen.
Dieser wird rund um Gotha – zum Beispiel auf dem Boxberg, Kranberg oder Seeberg – entstehen. Rotbuche, Eiche, Tanne, Lärche oder Bergahorn? Welche Bäume letztlich gepflanzt werden, entscheidet der Waldbesitzende gemeinsam mit dem Förster. Auf die heterogene Mischung kommt es dabei an: Monokultur adé! Insgesamt 1.000 Setzlinge stark soll der Friedenstein-Wald zur Pflanzperiode sein.
Wie funktioniert’s? Umweltfreunde, dies können Privatpersonen oder Unternehmen sein, übernehmen über die folgende Webseite eine Patenschaft für einen Friedenstein-Baum: https://baumpate-thueringen.de/products/friedenstein-baum. Die Stiftung führt das Projekt „Friedenstein-Wald“ gemeinsam mit den Baumpaten Thüringen durch, ein junges Unternehmen aus Gotha, welches sich für die Aufforstung der Thüringer Wälder einsetzt.




















