Diezel: „Die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung vorantreiben und Barrieren beseitigen.“

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„Die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung sollte eine Selbstverständlichkeit sein.“ Das sagte die Landesvorsitzende der Lebenshilfe Thüringen, Birgit Diezel, anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. „Die Lebenshilfe setzt sich uneingeschränkt für das Recht auf gleichberechtigte persönliche Teilhabe in allen Lebensbereichen und dessen Realisierung ein.“ Besonders wichtig sei, bestehende Barrieren und Hindernisse abzubauen. Dabei ist das Denken und Handeln jedes Einzelnen gefragt, um die selbstbestimmte Teilhabe von Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen zu verwirklichen. „Wir wollen das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Potentiale von Menschen mit Behinderung schärfen“, so Birgit Diezel.

Die Lebenshilfe Thüringen verleiht in diesem Jahr zum zweiten Mal den Unternehmenspreis AKZEPTANZ. Der Preis will die Öffentlichkeit auf gelungene Teilhabeprojekte aufmerksam machen, um Vorbehalte und Barrieren abzubauen und innovative Beispiele für Inklusion auf dem Arbeitsmarkt vorzustellen. Insbesondere durch die Ratifizierung der UN- Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung und deren Umsetzung im Nationalen Aktionsplan der Bundesrepublik Deutschland bzw. in den Aktionsplänen der Bundesländer ist Vieles in Bewegung gekommen und Entwicklungen sind auf den Weg gebracht. Gleichwohl ist es noch immer nicht selbstverständlich, dass Menschen mit Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt einer Beschäftigung nachgehen. Dieser gesellschaftlichen Verantwortung trägt der Unternehmenspreis AKZEPTANZ der Lebenshilfe Thüringen Rechnung, indem er den Focus der Öffentlichkeit auf die Potentiale von Menschen mit Behinderung richtet.

Der Sparkassen- Finanzverbund Hessen-Thüringen unterstützt das Anliegen der Lebenshilfe Thüringen, welches mit der Auslobung des Unternehmenspreises verbunden ist, und überreichte einen Scheck in Höhe von 10.000,00 Euro zur Förderung von AKZEPTANZ 2012. „Dafür, dass es in diesem Jahr erneut möglich ist, den Unternehmenspreis zu verleihen, möchte ich mich für die tatkräftige Unterstützung der Industrie- und Handelskammer wie auch der Thüringer Handwerkskammern und vor allem der Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen ganz herzlich bedanken“, so Birgit Diezel. „Der Preis wird auch in diesem Jahr an ein Unternehmen gehen, das sich mit großem Engagement für die Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben einsetzt. Mit dem Unternehmenspreis AKZEPTANZ wollen wir bestehende Projekte der Zusammenarbeit zwischen Thüringer Unternehmen und sozialen Organisationen würdigen.“

In Thüringen kooperieren die regionalen Werkstätten für behinderte Menschen in Trägerschaft der Lebenshilfe mit ca. 300 Unternehmen der Privatwirtschaft. Mit rund 3.150 Beschäftigten wird ein Jahresumsatz von über 7,5 Millionen Euro erzielt. Mehr als 180 Menschen mit Behinderung arbeiten auf Außenarbeitsplätzen. Solche Arbeitsplätze befinden sich direkt in den Unternehmen vor Ort und ermöglichen die Beschäftigung außerhalb der Werkstatt für behinderte Menschen. Darüber hinaus gibt es acht Integrationsfirmen in Trägerschaft regionaler Lebenshilfeorganisationen, in denen 76 Beschäftigte arbeiten. Diese Formen der Zusammenarbeit mit Thüringer Unternehmen sind ein gutes Ergebnis und gleichwohl ausbaufähig.

Deshalb will der Landesverband der Lebenshilfe Thüringen mit dem Unternehmenspreis AKZEPTANZ bestehende Projekte der Zusammenarbeit zwischen Thüringer Unternehmen und Lebenshilfen bzw. anderen sozialen Organisationen würdigen und gleichzeitig für weitere Kooperationen und innovative Projekte der Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit Behinderung werben.

Alle Informationen und Ausschreibungsmodalitäten zum Unternehmenspreis AKZEPTANZ 2012 sind unter www.lebenshilfe-thueringen.de zu finden.

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