Wie ein Förderverein der Kreismusikschule hilft

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Jonas Osdrowski (Foto: privat)

Die Kreismusikschule „Louis Spohr“ in Gotha bildet nicht nur in allen Altersklassen an allen Instrumenten aus, sondern ist des Weiteren Ausrichter verschiedener Konzerte. Dort treten dann das Schulorchester oder Solokünstler auf. Doch ohne die Unterstützung des Fördervereins wären solche Mammutprojekte oft kaum zu stemmen.

Nächstes Jahr steht ein Jubiläum an: Dann wird der Förderverein der Kreismusikschule „Louis Spohr“ Gotha 30 Jahre alt. Mit seinen Mitgliedern und den finanziellen Mitteln aus Beiträgen oder Spenden steht der Verein der Bildungseinrichtung tatkräftig zur Seite. „Entweder richtet die Schule eigene Konzerte aus oder es werden Bands und Solokünstler angefragt. Bei eigenen Veranstaltungen mietet sie Säle an und bestimmt den Termin“, erklärte Jonas Osdrowski (Foto), Vorstandsmitglied und Pressewart. „Wir packen dann tatkräftig vor dem Start und im Verlauf eines Konzerts an.“ So werden Mitglieder – wie beim vergangenen Familienkonzert im Mai in Günthersleben-Wechmar – herangezogen, um den Saal zu bestuhlen, die Eintrittskarten zu verkaufen, Kaffee, Kuchen und weitere Snacks auszugeben und die Verpflegung der Musikanten zu übernehmen.

„In erster Linie geht es um die Schüler. Wenn wir mit anpacken, entlasten wir zudem die Lehrer, wodurch diese sich besser auf die Schüler konzentrieren können.“ Doch die Aufgaben des Vereins sind noch etwas umfangreicher. In Einzelfällen werden Zuschüsse bewilligt, um Reisekosten für Schüler zu übernehmen, die an Wettbewerben teilnehmen, und es werden Mittel freigegeben, um der Musikschule bei der Beschaffung oder dem Austausch von Instrumenten unter die Arme zu greifen. Im Jahr 2024 qualifizierte sich die damals 14-jährige Klarinettistin Maria Brodkorb aus Wutha-Farnroda für den Wettbewerb „Jugend musiziert“ und erzielte ein hervorragendes Ergebnis. Die Fahrtkosten übernahm der Förderverein.

Zum Abschluss eines jeden Schuljahrs vergibt der Verein die begehrten „Spohr-Preise“. Es sind deren drei. Damit werden Schülerinnen und Schüler ausgezeichnet, die sich durch Leistungen bei Orchester- und Soloauftritten, aber auch durch Erfolge bei Wettbewerben verdient gemacht haben. „Für unseren Ehrenpreis stellen wir eine Urkunde aus. Das soll die Schüler motivieren, ihre Entwicklung fördern und ihren Fleiß herausstellen“, erklärte Jonas Osdrowski. Mit den anderen beiden Preisen stiftet der Verein jeweils einen Gutschein für das „Musikhaus Thomann“. Dadurch werde das Musizieren aktiv unterstützt.

Die Erfüllung dieser Aufgaben erfordert ein strukturiertes Umfeld. Deshalb hat sich der Förderverein bei seiner Vorstandswahl im Mai neu konstituiert. Statt drei sind nun sieben Mitglieder im Vorstand ehrenamtlich tätig. Somit war eine Neuverteilung und Neuausrichtung der Ressorts möglich. Die zwei neuen Vorstandsvorsitzenden sind befähigt, Überweisungen und Beschlüsse zu unterschreiben. Dazu kommen zwei Kassenwarte, die für die Kasse und die Beiträge zuständig sind sowie der
Pressewart und die Beisitzer. Insgesamt sind derzeit rund 90 Mitglieder im Verein. Die Beitragshöhe schwankt, da je nach Anzahl der Konzerte und dem Verkauf bei Veranstaltungen die Kasse mal voller und mal leerer ist. Zudem spielen die Höhe und Häufigkeit von Einzelspenden eine große Rolle. „Wir haben einige private Spender, die regelmäßig größere Summen überweisen“, so der Pressewart. Unternehmen oder Betriebe stehen dem Förderverein hauptsächlich mit Sachspenden zur Seite.

Das hilft – auch im Hinblick aufs Jubiläum im Jahr 2026. „Wir feiern nicht nur 30 Jahre Förderverein, sondern auch 30 Jahre Jugendorchester und 40 Jahre Kreismusikschule. Da erhoffen wir uns natürlich einen regen Zuschauerbesuch und volle Kassen“, meinte Osdrowski lächelnd.

Um neue Mitglieder anzulocken, stehen Sichtbarkeit und Transparenz im Vordergrund. Mit Aushängen im Foyer der Musikschule und mit Infoständen bei Veranstaltungen macht der Verein auf sich und seine Arbeit aufmerksam. Derzeit wird auch an einer Webseite gearbeitet. In einer Musikschule gibt es halt immer viel zu tun.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Oscar am Freitag, Ausgabe 8 (2025)

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