1444 Mal waren die Gothaer Floriansjünger 2012 unterwegs

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Das Jahr 2012 brachte für die Gothaer Feuerwehren 1444 Einsätze. Damit setzt sich der Trend der weiterhin rückläufigen Einsatzzahlen fort (2011 – 103; 2012 -127). Es ist das niedrigste Ergebnis seit dem Beginn der statistischen Erhebung im Jahre 1995. Der Rückgang der Einsätze ist im Wesentlichen im Bereich der technischen Hilfeleistung erkennbar. Die Anzahl der Brände hat sich leicht um 6 erhöht, jedoch gab es im vergangenen Jahr allein 12 Brandstiftungen in den leerstehenden Blöcken der Lindemannstraße.

Brandgeschehen

Insgesamt gab es 170 Brände (+6) wobei allein 149 Brände in die Kategorie Kleinbrände (mit nur einem Rohr bekämpft) einzuordnen sind. Zu den „echten“ Bränden kommen noch einmal 95 (-2) Fehlalarme hinzu, wobei deutlich wird, dass die Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen aus rein technischen Ursachen nur noch 29 Stück bei 69 Alarmen ausmachten.

Leider hat auch die Anzahl der böswilligen Alarme zugenommen. Neunmal wurde die Feuerwehr mutwillig alarmiert.

66 (+17) der 170 Brände fanden in Gebäuden statt, 19 davon waren leerstehend. 107 Menschen wurden über das Treppenhaus evakuiert bzw. gerettet. 4 Menschen mussten die Drehleiter benutzen. Von den 111 geretteten Personen mussten sich 45 Personen in ärztliche Behandlung begeben. Meist wurden Sie stationär behandelt. Aber auch 7 Feuerwehrmänner erlitten Verletzungen durch Stürze oder Verbrennungen bei Bränden.

Die Anzahl der Kategorie sogenannter Objektbrände 2012 blieb gleich (96mal), jedoch nahmen die Containerbrände wieder leicht zu (+2) insgesamt 30.

Erfreulich ist die Entwicklung im Bereich der Fahrzeugbrände. Hier gab es im gesamten Jahr nur acht. Vermutlich ist dies auf einen besseren technischen Standart zurückzuführen, da bei nur einem Fahrzeug der Brand durch Brandstiftung verursacht wurde. Alle anderen hatten technische Ursachen.
Leider setzt sich der Trend der Brände fort, bei denen die Feuerwehr vorsätzliche Brandstiftung vermutet. 89 der 170 Brände wurden vermutlich gelegt (2011 +8; 2012 +28).

Sehr positiv bewertet das Brandschutzamt die Einsatzbereitschaft unserer fünf Freiwilligen Feuerwehren in der Stadt Gotha. Mit dem Inkrafttreten der neuen Alarm- und Ausrückeordnung haben sich die Einsätze der Freiweilligen Feuerwehren um ca. 32 Einsätze (vorwiegend bei Bränden) auf 102 erhöht. In den nächsten Jahren wird auch die Bedeutung der Ehrenamtlichen deutlich zunehmen.

Technische Hilfeleistungen

Die Einsätze im Bereich der technischen Hilfeleistungen gingen auch 2012 weiter zurück (2011 – 203; 2012 -139). Zwar stiegen die Einsatzzahlen für technische Hilfe bei Verkehrsunfällen um 19 Einsätze auf 148, dafür gingen die Einsatzzahlen wetterbedingt bei Sturm/Hochwasser um  64 zurück. Dafür nimmt die Tierrettung bzw. Tierbergung mit insgesamt  473 Einsätzen = 40 % einen nicht unwesentlichen Teil der Hilfeleistungen ein.

Die Einsätze der Feuerwehr zur Tragehilfe für den Rettungsdienst bei übergewichtigen Personen blieben mit 37 stabil.

Die Einsätze zum Türöffnen bei akuter Gefahr sind erheblich (von 28 auf 94) angestiegen. Hierbei wurden oft Personen aus misslichen Lagen, z. B. in der Badewanne eingeklemmt oder aus dem Bett gefallen, befreit.

Die Anzahl der Personen die im Bereich der technischen Hilfe von der Feuerwehr gerettet wurden lag 2012 bei 203, dies ist eine plus von 49. 6 Personen wurden mit Hilfe der Drehleiter gerettet und 12 Personen wurden aus Pkw/Lkw herausgeschnitten. 248mal (+15) hatten die Feuerwehrleute (vorwiegend bei Verkehrsunfällen) mit Verletzten zu tun, aber auch 22mal (+8) waren Tote zu bergen.

Allgemein

Insgesamt leisteten die Kameradinnen und Kameraden der Gothaer Feuerwehren 15.507 Einsatzstunden (+3.000 Stunden). Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr leisteten 1.565 Stunden Sicherheitswachen. 580 Kinder und Jugendliche nahmen an der Brandschutzerziehung teil, 154 Personen wurden an Handfeuerlöschern/Rauchwarnmeldern im Rahmen der Zivilschutzausbildung geschult. Rund 1.600 Menschen besuchten im vergangenen Jahr die öffentlichen Veranstaltungen der Feuerwehren.