Mit dem US-Amerikaner Billy Rush vermeldet Science City Jena seinen mittlerweile fünften Neuzugang. Während die Bedeutung seines Nachnamens mit Eile, Andrang oder Hochbetrieb ins Deutsche übersetzt wird, gilt der 1,98m große defensivstarke Flügelspieler eher als ruhiger und besonnener Akteur, wird im Spiel der Saalestädter eine tragende Rolle übernehmen. „Billy ist ein Spieler, den jeder Trainer in seiner Mannschaft haben will. Er führt und motiviert seine Mitspieler, ist ein herausragender Verteidiger, der offensiv sehr teamorientiert agiert“, äußert sich Science City-Trainer Björn Harmsen über den Ex-Paderborner.
Auch Rush selbst hat seine Ziele mit Science City bereits definiert. „Ich will der Mannschaft helfen um so viele Siege wie möglich einzufahren. Natürlich möchte ich, wollen wir als Team in die Playoffs einziehen. Auch wenn die ProA eine unberechenbare Liga ist geht es primär um Erfolg und Punkte“, sagt Rush der bereits in der Vorsaison deutsche Zweitliga-Luft schnupperte. In der ProA-Spielzeit 2012/2013 avancierte der 25-Jährige in 14 Spielen bei den Paderborn Baskets mit durchschnittlich 11,5 Punkten und 3,9 Rebounds zu einem wichtigen Bestandteil des Klassenerhalts für die Westfalen.
Während der Vater eines vierjährigen Sohnes am 9.August 2013 heiraten wird, Science City bereits vier Tage später in die Saisonvorbereitung startet, werden die Flitterwochen der jungen Ehe zunächst warten müssen. Dafür kommt der in Chicago geborene 25-Jährige mit der kompletten Familie nach Jena. „Ich bin dem Verein sehr dankbar, dass ich Frau und Sohn nach Jena mitnehmen kann. Es wäre sehr hart für mich gewesen, frisch verheiratet so lang von beiden getrennt leben zu müssen. Ich habe mich natürlich auch schon mit meiner neuen sportlichen Heimat ausgiebig beschäftigt. Das was ich gesehen habe hat mich sehr beeindruckt. Die Stadt wirkt auf den Bildern äußerst interessant und attraktiv, vor allem mit den Bergen oder bei Nachtaufnahmen“, sagt Rush.
Trotz Saisonpause dominierte bis zuletzt Basketball im Leben des Flügelspielers. „Während der Sommermonate bin ich überwiegend in der Halle, arbeite an meinen Schwächen, versuche meine Stärken zu vervollkommnen. Ich spiele in der Summerleague, trainiere aber auch ein paar Teams in der Amateur Athletic Union (AAU)“ sagt Rush. Science City Jena darf sich mit Rush auf einen mitten im Leben stehenden US-Amerikaner freuen, der vor zwei Jahren einen Vetrag bei den Milwaukee Bucks nur um Haaresbreite verpasste und nicht zuletzt aufgrund seiner Athletik durchaus das Zeug hat als neuer Publikums-Liebling durch die Halle zu fliegen.






















