Das Durchschnittsalter der einen Mannschaft beträgt 20,3 Jahre, der Gast ist nur unwesentlich älter, liegt im Schnitt bei 21,4 Jahren. Im „Duell der Rasselbanden“ stehen sich am Sonntag ab 18.00 Uhr in der Ehinger Längenfeldhalle mit den Hausherren und Science City Jena die beiden jüngsten Mannschaften der ProA gegenüber.
Nachdem beide unmittelbaren Tabellennachbarn (Jena 3., Ehingen 5.), mehr als zufrieden auf eine 3:1-Bilanz schauen können, trägt dieser Schlagabtausch richtungsweisenden Charakter.
Das Harmsen-Team hat in den bisherigen Begegnungen bereits alle Facetten einer emotionalen Berg- und Talbahnfahrt kennenlernen dürfen. Nach den beiden hohen Siegen gegen Magdeburg und Cuxhaven folgte die knappe Niederlage in Kirchheim, bevor man zuletzt im 82:79-Krimi mit Nürnberg einen der Liga-Favoriten ärgern konnte.
Während Science City Jena auch weiterhin auf den mittlerweile an seiner Wurfhand operierten Julius Wolf (Hand gebrochen) verzichten muss, gibt es im restlichen Kader keine Verletzungen zu beklagen. Somit reisen die Saalestädter bereits am Samstag mit voller Kapelle in Richtung Ulm.
„Das Team unseres Gegners ist jung, talentiert und hat die Spiele die ich von ihnen gesehen habe mit hoher Intensität in der Verteidigung gewonnen. So haben die Ehinger neben Gotha und Magdeburg auch Karlsruhe geschlagen. Unser Kontrahent spielt viel Zone, was uns und unseren Schützen am Sonntag entgegen kommen sollte“, sagt Trainer Björn Harmsen vor dem Duell.
Science City Jena reist bereits am Samstag nach dem mittäglichen Abschlusstraining nach Süddeutschland, wird aufgrund der knapp siebenstündigen Busfahrt vor Ort übernachten, um am Spieltag nach einer lockeren Wurfeinheit am Vormittag ausgeruht und fokussiert in die Partie gehen zu können.
Das gastgebende Team von Trainer Ralph Junge gehört seit Jahren zu den etablierten Vereinen im deutschen Unterhaus, genießt zudem im Nachwuchsbereich einen guten Ruf als Kaderschmiede für junge, deutsche und aufstrebende Talente. Dennoch dominieren auch bei den Ehinger Steeples hauptsächlich Import-Spieler den Spielberichtsbogen. Mit dem Aufbauspieler-Duo Carlton Guyton und Virgil Matthews, mit Center Taylor Rohde sowie dem Flügelspieler Stacy Wilson marschieren vier US-Amerikaner statistisch voran.
Zudem finden sich in der Kaderliste der Baden-Württemberger auch zwei Ex-Jenaer. Während die beiden U20-Nationalspieler Stephan Haukohl und Center Tim Unterluggauer ihr Abitur am Jenaer Sportgymnasium absolvierten, im Jenaer NBBL-Team jahrelang zu den Leistungsträgern gehörten, wird am Sonntag nur Haukohl auflaufen können. Der 2,09m große Unterluggauer laboriert seit Saisonbeginn an einer hartnäckigen Rückenverletzung die ihn auf unbestimmte Zeit zum Zuschauen verdammt.






















