Hausbesetzung in Jena beendet

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Fliesenstudio Arnold

Der polizeiliche Einsatz zur Auflösung der Hausbesetzung in Jena ist beendet. Um 14.32 Uhr haben Beamte das Haus betreten und die drei Hausbesetzer vorläufig festgenommen. Es handelt sich bei den Beschuldigten um zwei Männer im Alter von 25 und 26  Jahren und eine 24-jährige Frau. Alle wohnen in Jena. Sie wurden mittlerweile wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Gegen die Beschuldigten laufen Strafanzeigen wegen Hausfriedensbruchs, Sachbeschädigung und Widerstand gegen Vollzugsbeamte.

Um 14.00 Uhr war nach mehreren Gesprächsangeboten durch das Universitätsklinikum eine letzte Aufforderung, das Haus freiwillig zu räumen, abgelaufen. Mehrfach war durch Vertreter des Universitätsklinikums mit den Hausbesetzern das Gespräch gesucht worden, um diese zum Verlassen des Hauses zu bewegen bzw. mit ihnen Alternativwege zu finden. Ein Zugang zum besetzten Haus wurde den Vertretern des Uniklinikums als Eigentümer  durch Barrikaden verwehrt. Um 15.23 Uhr wurden die Hausbesetzer durch Polizeibeamte aus dem Haus geführt.

Zwischen 80 und 150 Demonstranten hatten seit Dienstag 16.40 Uhr vor dem Haus in einer Spontandemonstration ihre Sympathie mit den Hausbesetzern bekundet. Die Demonstration war für 24 Stunden angemeldet worden, insofern harrten die Demonstranten  auch über Nacht vor dem besetzten Haus aus.

Durch die Versammlungsbehörde  erging im Laufe des Vormittags die Aufforderung, den Demonstrationsraum 50 m nach hinten in Richtung Ernst-Abbe-Platz zu verlegen um Handlungsfreiheit zu schaffen und die Sicherheit aller beteiligten zu gewährleisten. Dem wurde nicht Folge geleistet. Im Abstand von 10 Minuten wurden die Demonstranten viermal aufgefordert, den Platz zu verlassen. Diejenigen, die diesen mehrfachen Aufforderungen bis zuletzt nicht Folge leisteten, wurden durch Polizeibeamte weggebracht. Die Demonstranten setzten den Beamten dabei teils erheblichen Widerstand entgegen. Gegen jene, die aktiven Widerstand leisteten, werden ebenfalls Anzeigen erstattet.

Im Einsatz waren seit Dienstagnachmittag mehrere Hundert Polizeibeamte aus Thüringen, darunter aus Jena, Erfurt, Gera, Nordhausen und der Bereitschaftspolizei.

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