Später Wintereinbruch lässt Arbeitslosigkeit nochmals ansteigen

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Trotz des starken Wintereinbruchs Ende Januar stieg die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen gegenüber dem Vormonat verhältnismäßig gering an und blieb deutlich unter dem Vorjahreswert. Aktuell waren 16.114 Personen arbeitslos, 255 (1,6 Prozent) mehr als im Januar und 1.363 (-7,8 Prozent) weniger als im Vorjahr.

Rund 3.160 Personen meldeten sich im vergangenen Monat neu oder wieder arbeitslos, während über 2.903 ihre Arbeitslosigkeit beendeten. Dabei kamen rund 18 Prozent der Zugänge aus dem Bereich der Arbeitnehmerüberlassung und rund 16 Prozent aus dem Baugewerbe.

Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, stieg im Agenturbezirk Jena von 8,6 Prozent im Vormonat auf 8,8 Prozent (Vorjahr 9,5 Prozent) an. Der Thüringer Landesdurchschnitt lag bei 9,7 Prozent.

Seit 2006 zeichnete sich ein positiver Trend auf dem Arbeitsmarkt ab. So hat sich die Arbeitslosigkeit im Vergleich (mit Februar 2006) in etwa halbiert.

„Der kurze aber heftige Wintereinbruch lies die Zahl der Arbeitslosen noch einmal ansteigen. Erste Wiedereinstellungen und die hohe Zahl an Stellenzugängen lassen aber erwarten, dass bereits im März wieder mit rückläufigen Werten zu rechnen ist“, so Dr. Ulrich Gawellek, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Jena.


Von Unternehmen und Einrichtungen wurden der Agentur für Arbeit Jena im Berichtsmonat 951 Stellenofferten (ohne optierende Kommune) zur Besetzung unterbreitet, das sind 300 Stellen mehr als im Vormonat und 68 mehr als im Februar 2011.

Bei rund 31 Prozent der gemeldeten Stellen handelt es sich um Arbeitsplätze im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung. Arbeitsplatzangebote in größerem Umfang kamen außerdem aus den Bereichen Verarbeitendes Gewerbe, Handel, dem Gesundheits- und Sozialwesen;  und aus dem Baugewerbe.

In allen Dienststellen im Agenturbezirk, mit Ausnahme der Geschäftsstelle Eisenberg, stieg im Februar die Zahl der Arbeitslosen im Vormonatsvergleich an. Den deutlichsten prozentualen Anstieg verzeichnete hierbei die Geschäftsstelle Pößneck mit 3,9 Prozent. In Eisenberg wurden bereits wieder sinkende Arbeitslosenzahlen notiert (-2,4 Prozent).

Im gesamten Agenturbezirk Jena verringerte sich gegenüber dem Vorjahr die Anzahl der arbeitslos gemeldeten Menschen um 7,8 Prozent. Die Spanne lag zwischen -4,3 Prozent in der Geschäftsstelle Stadtroda und -11,6 Prozent in der Geschäftsstelle Pößneck.

Bis auf die Geschäftsstelle Pößneck (11 Prozent) konnten alle Dienststellen im Agenturbezirk einstellige Arbeitslosenquoten verzeichnen. Die günstigste Quote erreichte die Hauptagentur Jena mit 7,4 Prozent. Im Vorjahresvergleich verzeichneten alle politischen Kreise eine positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Am spürbarsten reduzierte sich die Arbeitslosigkeit mit –10,9 Prozent im Saale-Orla-Kreis.

Im Vormonatsvergleich sank im Saale-Holzland-Kreise die Arbeitslosigkeit um 0,2 Prozent. Alle anderen Regionen wiesen steigende Arbeitslosenzahlen aus. Die günstigste Arbeitslosenquote im Kreisvergleich erreichte die Stadt Jena mit 7,3 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III wurden im Berichtsmonat 6.377 Arbeitslose gezählt, 118 oder 1,9 Prozent mehr als im Vormonat. Der Abstand zum Vorjahr betrug -729 Personen oder
-10,3 Prozent. Die anteilige SGB III-Arbeitslosenquote belief sich auf 3,5 Prozent gegenüber 3,9 Prozent vor einem Jahr.

Im Rechtskreis SGB II waren im Januar 9.737 Personen von Arbeitslosigkeit betroffen, das waren 137 oder 1,4 Prozent mehr als vier Wochen zuvor. Der Vorjahreswert wurde um 634 Personen oder 6,1 Prozent unterschritten. Die anteilige SGB II-Arbeitslosenquote betrug 5,3 Prozent, vor einem Jahr hatte sie bei 5,6 Prozent gelegen.

Durch die Träger der Grundsicherung (ARGEn und Optionskommune) werden rund 60 Prozent aller Arbeitslosen betreut.