Am Freitag, den 17. März 2012, führt die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit im Historischen Gasthaus Grüne Tanne, Karl-Liebknecht-Strasse 1, Jena, 07749, ab 18:00 Uhr die Veranstaltung Liberale Persönlichkeiten in Jena und Umgebung – eine Spurensuche, durch. Unter der Zwischenüberschrift Liberale Traditionen in Mitteldeutschland eröffnet Dr. Jürgen Frölich vom Archiv des Liberalismus der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit den Abend. Im Anschluss daran referiert Constanze Mann vom Stadtarchiv Jena zu Liberale Persönlichkeiten in Jena. Neben den beiden Referenten steht der Kreisvorsitzende der FDP-Jena, Dr. Thomas Nitzsche, dem anschließenden Podiumsgespräch zur Verfügung. Die Moderation übernimmt der Landesbeauftragte Thüringen der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Mattias Purdel.
Der mitteldeutsche Raum zeichnet sich durch eine Vielzahl liberaler Traditionen aus. Von Thüringen selbst gingen mit dem in Gotha 1858 gegründeten „Kongreß Deutscher Volkswirte“ und dem ein Jahr später ins Leben gerufenen „Deutschen Nationalverein“, dessen Wiege in Eisenach stand, wichtige Impulse zur Neuformierung der liberalen Nationalbewegung und zur Gründung des kleindeutschen Nationalstaates 1867/1871 aus. Schon zuvor war das mitteldeutsche Kernland eine regelrechte Ideenschmiede des Frühliberalismus mit Jena und Halle als intellektuellen Zentren. Hier stellten so herausragende Denker wie Christian Thomasius, Christian Wolff, Wilhelm von Humboldt und Friedrich Schiller Reflexionen an, die später in die liberale Programmatik einmündeten. Kaum zufällig war die Region Ausgangspunkt und Wirkungsort bekannter liberaler Persönlichkeiten des 19. und 20. Jahrhunderts. Von Robert Blum und Gustav Droysen über Hermann Schulze-Delitzsch und Friedrich Naumann bis hin zu Hermann Becker, Erhard Hübener und Hans-Dietrich Genscher reichen die Namen. Stadt und Universität Jena haben an diesen liberalen Traditionen großen Anteil. Die Stadt Jena wird mit Fug und Recht bis in die Gegenwart als liberale Hochburg oder umgangssprachlich oft als „liberales Nest“ bezeichnet. Liberale Persönlichkeiten haben die Geschichte, die Politik und das geistige Klima dieser Stadt entscheidend geprägt. Zu ihnen gehören so bekannte Namen wie Ernst Abbe, Eduard Rosenthal und Grete Unrein, aber auch Bernhard Vopelius und Otto Wagner.
Wir laden herzlich zu einer Spurensuche ein, die an das Wirken liberaler Persönlichkeiten in dieser Stadt erinnern möchte. Über diese Tradition und ihre Bedeutung für Gegenwart und Zukunft nachzudenken, ist das Thema der Veranstaltung. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.



















