Um die Frühjahrsmüdigkeit zu vertreiben und um den täglichen Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen sicher zu stellen, greifen viele Verbraucher zu Nahrungsergänzungsmitteln, die von Apotheken, Drogerien und Supermärkten in großer Vielfalt als Tabletten, Kapseln oder Pulver angeboten werden.
Sie sehen aus wie Arzneimittel, sind aber keine. Sie bestehen aus Nährstoffkonzentraten und anderen Substanzen, besitzen aber im Vergleich zu Arzneimitteln keinen Wirksamkeitsnachweis. Sie gehören zu den Lebensmitteln. Wer glaubt, mit Nahrungsergänzungsmitteln, das ausgleichen zu können, was durch einseitige Essgewohnheiten und einen ungesunden Lebensstil fehlt, der irrt. Der Nährstoffbedarf kann auch im zeitigen Frühjahr mit ganz normalen Lebensmitteln gedeckt werden. Gut geeignet sind Lagerobst und -gemüse wie Äpfel, Möhren, Rettich, Rosen- und Grünkohl. Aber auch Porree, Chicorée, Pastinaken, China-, Rot- und Weißkohl stehen zur Verfügung.
Der tägliche Spaziergang im Freien fördert die Bildung von Vitamin D in der Haut und trägt so zur Gesunderhaltung der Knochen bei. Eine über den Bedarf hinausgehende Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln nutzt nicht, sondern kann eher schaden. Erst, wenn der Arzt einen Vitamin- bzw. Mineralstoffmangel festgestellt hat, ist eine gezielte Einnahme erforderlich.
Wer glaubt, Nahrungsergänzungsmittel aus Kostengründen anstelle von Arzneimitteln einsetzen zu können, spart an der falschen Stelle. Es kann durchaus zu Wechselwirkungen zwischen Nahrungsergänzungsmitteln und anderen Arzneimitteln kommen. Skepsis ist angebracht bei Produkten, die über das Internet bezogen oder auf Kaffeefahrten erworben wurden.
Wer Fragen zu diesem Thema hat, kann einen Termin bei der Ernährungsberatung der Verbraucherzentrale Thüringen vereinbaren (Tel.0361 -555140).
Für weitere Informationen:
Marita Schmalz, Fachberaterin Ernährung Tel. (03672) 48 09 98
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