Als Dank gabs einen Blumenstrauß

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Fliesenstudio Arnold

Gegen (29.3.2012)  20.30 Uhr ging der letzte Besucher aus der gestrigen Bürgersprechstunde des Gothaer Oberbürgermeisters Knut Kreuch nach Hause. Kreuch hatte, wie seit sechs Jahren bei ihm Tradition, zur offenen Bürgersprechstunde ins Rathaus geladen. Hier kann jeder Bürger ohne Voranmeldung, aber aufgrund der hohen Nachfrage leider mit Wartezeiten verbunden, mit dem Stadtoberhaupt ins Gespräch kommen. Ab 13 Uhr nutzten wieder vierzig Bürger diese unkomplizierte Möglichkeit, ihre Probleme anzubringen.

Ein Hauptthema in den Gesprächen war der zunehmende Verkehr und die damit verbundene Belastung der Straßen sowie Lärm und Schmutz. Gotha, an zwei Bundesstraßen gelegen, mit hohem Zielverkehr ausgestattet, lässt täglich zehntausende Fahrzeuge über die Straßen rollen. Auch wenn die Bürger die großen Fortschritte im Straßenbau sehen, gibt es doch noch viele Probleme. Immer wieder werden Verkehrsbeschränkungen, Einbahnstraßenregelungen oder Blitzkontrollen gewünscht.

Mehrere Bürger waren auch besorgt über Mitbürger, die ihren Müll nicht ordnungsgemäß entsorgen, ihn auf öffentlichen Flächen oder Waldwegen deponieren. Als vorbildliches Beispiel wurde dabei durch einen Bürger die Firma Roller in Gotha-Süd gelobt, deren Marktleiter mit seinem Team persönlich für die Sauberkeit des Parkplatzes und Umfeldes sorgt und so ein Vorbild für Nachbarn ist.

Natürlich gab es auch wieder ganz persönliche Wünsche, so die Bitte eines Ehepaares vom Standesbeamten Kreuch getraut zu werden, die Frage nach Tipps wie man selbst verfasste Gedichte als Buch drucken kann oder Hilfe zur Selbsthilfe im Falle des Wohnungsverlustes.

Die Gothaer Bürger beobachten die Nutzung der Buslinien und geben Hinweise zur besseren Auslastung, haben Fragen zur Gothaer Tafel, suchen nach einem zukunftsfähigen Arbeitsplatz, möchten gern mehr Radwege, sprechen Einladungen zu Veranstaltungen aus, wünschen sich eine durchgehende „Grüne Welle“ an Ampeln, bringen Unterlagen fürs Archiv. Wichtige Hinweise erhielt der Oberbürgermeister zu fehlender Beleuchtung auf Wegen und zur Bedeutung eines Einkaufsmarktes in der Langensalzaer Straße.
„Wenn man nach einem langen Tag, dann zum Abschluss noch einen Blumengruß als Dankeschön erhält, ist das eine kleine Bestätigung, dass meine Arbeit nicht völlig falsch ist, sondern Anerkennung bei den Bürgern findet“ resümiert Knut Kreuch seinen Bürgersprechtag.