Tagesdienst, aktueller Redakteur: Livia Zimmermann

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Guten Tag, liebe Leser!

Heute ist der Internationale Tag der Biologischen Vielfalt. Das betrifft nicht nur Regenwälder, Urwälder und den Thüringer Wald, sondern auch den Fensterbankwald.

Eine Kollegin, die sich unter Androhung roher Gewalt weigert, hier ihren Namen preiszugeben, ist selbstbekennende Tabakzüchterin: Ungefähr zwei Dutzend Pflanzen zieren ihre Fensterbank und alle sind leidensfähig und genügsam. Blätter und Blüten müssen mit wüstenartigem Klima auskommen, denn Wasser ist Mangelware. Militante Pflanzenschützer würde das auf den Plan rufen, aber die Begründung scheint einleuchtend: „Pflanzen sind wie Männer, man darf sie nicht zu sehr verwöhnen, dann gewöhnen sie sich daran und fordern immer mehr ein“. Also sehen die Einblätter, Palmen, Orchideen und Kaktusfeigen aus wie Tabakpflanzen. Kann man trocken eigentlich steigern, zumindest gehören die Planzen von *ooops* zu den trockensten Gewächsen im Landkreis.

Und nun mal realistisch betrachtet: der Tabakanbau in Deutschland war mal ein bedeutender Wirtschaftszweig und ist nun jenseits der Bedeutungslosigkeit anzusiedeln … Da ist doch die Tabakzüchtung im heimischen Wohnzimmer auf der Wüsten-Fensterbank ein echter Beitrag zur biologischen Vielfalt.

Mit Augenzwinkern einen schönen Tag!