Eine ganze Region feierte Anfang März ihren Helden. In der Getreidehalle in Ernstroda wurde Max Langenhan nach seinem Erfolg bei den Olympischen Spielen empfangen.
Blaulicht, Sirenen und Fanfaren kündigten den ungeduldig wartenden Besuchern die Ankunft des Rennrodlers mit Doppel-Gold an. Umringt von Gratulanten ging es in die Halle und das Programm entfaltete sich in voller Pracht.
Beginnen durften die Schüler der „Friedrich Buschmann“-Grundschule aus Friedrichroda. Neben einer gelungenen Darbietung zu Max Langenhans erfolgreichem Durchgang im Eiskanal erklang ein selbst gedichtetes Lied.
Danach betraten die Redner die Bühne. Friedrichrodas Bürgermeister Kay Brückmann legte gut vor: „Max Langenhan glänzt nicht nur durch seine sportliche Spitzenleistung. Er ist ein guter Mensch mit herausragenden Charaktereigenschaften.“ Der Bürgermeister ließ es sich nicht nehmen, einige davon anzuführen: Bodenständigkeit, Respekt, Bescheidenheit, Heimatverbundenheit und Ehrgeiz. Die Leistungen bei den Olympischen Winterspielen 2026 und die Persönlichkeit Max Langenhans haben somit weitreichende „Folgen“. „Du trägst den Namen Friedrichroda in die Welt. Die Stadt wird in Verbindung gebracht mit sportlicher Spitzenleistung und Erfolg. Für uns ist das ein unschätzbarer Wert“, so Brückmann.
Die Lobeshymnen rissen nicht ab. Thüringens Sportminister Stefan Gruhner hielt seine Begeisterung nicht zurück: „Ganz Thüringen ist stolz auf dich. Du bist ein Vorbild für Kinder und Jugendliche. Deine Leistungen zeigen einmal mehr: Auch von einer kleinen Rennrodelbahn aus kann der Weg bis an die Weltspitze führen.“
Auch Landrat Onno Eckert zollte als letzter Redner dem Doppel-Olympiasieger seinen Respekt. Ganz Thüringen habe bei seinen Abfahrten am 7. und 8. Februar mitgefiebert. Ähnlich wie Kay Brückmann stellte der Landrat Bodenständigkeit, Heimatverbundenheit sowie den ehrlichen Charakter des Sportlers in den Vordergrund. Damit bei internationalen Wettkämpfen kein Heimweh aufkommt, überreichte Onno Eckert eine Replik des Ernstrodaer Ortsschilds.
So wurde das große „Geschenkeüberreichen“ eröffnet. Dazu zählten Blumen, eine überdimensionale Goldmedaille aus Pappe mit Kinderfotos sowie Präsentkörbe. Als krönender Abschluss kann wohl der Gutschein für das Hotel Hohenhaus des Kreissportbunds Gotha betrachtet werden. Allerdings könnte Max Langenhan das anders gesehen haben. Je größer der Berg an Geschenken wurde, desto unwohler wirkte der Rennrodler.
Bevor Autogramme verteilt wurden und nachdem Max Langenhan und Karsten Albert zu einer kleinen Talkrunde zusammengekommen waren, trat Kay Brückmann noch einmal auf die Bühne. Zu seiner großen Freude durfte er dem Olympiasieger die höchste Ehre der Stadt Friedrichroda verleihen. Max Langenhan erhielt die Auszeichnung als Ehrenbürger. „Du hast dich um die Stadt in besonderem Maße verdient gemacht. Und nicht nur das: Max verkörpert herausragende Werte für die Gemeinschaft, wie Leistungsbereitschaft und Fairness.“ Damit mache sich der Rennrodler zu einem einzigartigen Botschafter der Stadt, wie Kay Brückmann es ausdrückte.
Zum Abschluss bleibt noch zu erwähnen, dass Anerkennung und Dankbarkeit auch in entgegengesetzter Richtung übermittelt wurden. Max Langenhan bedankte sich bei den über 50 engagierten Helfern vor Ort. Und natürlich – wie sollte es auch anders sein – verteilte der Medaillenträger Geschenke. Blumen gab es für die Frauen zum Frauentag und Pralinen für die Mitwirkenden.
Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Oscar am Freitag-Magazin, Ausgabe 3 (2026)




















