Waltershäuser beim 27. 
Pfingstcup des Vfl Tegel

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Abenteuer Berlin

Spass-, oder Sportreise ? Es traf beides zu. Am Pfingstwochenende machte 
sich eine kleine Delegation der ZSG-Ringer auf die Reise zum 27. 
Pfingstcup des Vfl Tegel.

Bereits am Freitag machten sich Trainer Ronny 
Jurke, die Sportlerinnen Leni Schönau, Eileen Schulter, Sarina Jurke und 
zur moralischen Unterstützung Linus Jurke auf den Weg nach Berlin.
Mit nur kleineren Verkehrsbedingten Problemen erreichten sie am frühen 
Abend den Wettkampfort und begaben sich sofort zum abendlichen Wiegen. 
Sarina und Leni gingen zuerst über die Waage und hatten mal wieder das 
Glück fast gleich schwer zu sein, was die selbe Gewichtsklasse 
bedeutete. Eileen hatte 200 Gramm zuviel, welche sie aber noch 
reduzieren wollte, um mit ihren Trainingskameradinnen in einer 
Gewichtsklasse zu sein.

Als nächstes wurde die Unterkunft für die nächsten 2 Tage bezogen. Dort 
trafen wir gleich auf weitere Thüringer Vereine aus Erfurt und vom FRV 
Waltershausen.

Am nächsten Morgen ging es bei Zeiten wieder in die Wettkampfhalle, da 
Eileen ja noch gewogen werden musste. Ihr Verzicht auf Abendbrot hatte 
sich gelohnt und erreichte ihre Wunschgewichtsklasse. Dann war es 
soweit, der Wettkampf begann und es wurde mitgeteilt, dass sich 258 
Teilnehmer aus 38 Vereinen in Berlin eingefunden hatten, darunter ein 
Team aus Schweden. Als dann die Listen ausgehangen wurden kam gleich der 
nächste Schock für unsere Mädels, Sarina uns Eileen trafen gleich im 
ersten Kampf der 10 „Mann“ starken Gewichtsklasse aufeinander. Leni war 
im anderen Pool.

Den ersten Angriff startete Eileen, den Sarina aber sofort ausnutzte und 
Eileen in die gefährliche Lage brachte, aus der sich Eileen nicht mehr 
befreien konnte. Leni stand im ersten Kampf einer Sportlerin gegenüber, 
die einen Kopf grösser war als sie. Aber von Furcht keine Sicht, sie 
schnappte sich ihren Arm, drehte sich ein und beförderte ihre Gegnerin 
auf die Schultern und liess sie nicht mehr raus. Sarina hatte im 2. Kampf keine Mühe und legte ihre Gegnerin in kürzester Zeit auf beide Schultern.

Nun musste Eileen gegen Marie Sutter vom KSC Jena antreten. In der 
ersten Kampfminute konnte sie sehr gut die Angriffe ihrer Kontrahentin 
abwehren, passte aber dann kurz nicht auf und gab die entscheidenden 
Punkte zur Rundenniederlage ab. In der zweiten Runde vergaß Eileen 
anzugreifen und musste sich auch in dieser Runde geschlagen geben. 
Dadurch war sie aus dem Turnier ausgeschieden und belegte Platz 9.
Leni besiegte ihre Gegnerinnen 2 und 3 auch wieder mit ihrem 
Schulterschwung und hatte somit das Finale schon in Sichtweite. Nun 
musste sie nur noch gegen eine Sportlerin aus Schweden um Platz 1 im 
Pool ringen. Leni griff wieder beherzt an, wurde aber gekontert und 
landete in der Brücke, leider konnte sie sich daraus nach langem 
Brückenkampf nicht befreien und musste sich geschlagen geben. Somit 
Stand fest, dass sie um Platz 3+4 ringen würde.

Sarina musste im 2. Kampf gegen Marie Suttner antreten, der sie mit 
immernoch zu grossem Respekt gegenüber steht. Somit konnte sie diesen 
Kampf nicht für sich entscheiden. Im 3. Kampf konnte sie sich aus der 
Brückenlage befreien und gewann den Kampf noch auf Schultern.
Dies bedeutete, dass sie im Kampf um Platz 3+4 auf Leni treffen würde. 
Gleich zu Beginn des Kampfes zeigte Leni ihren Willen den Pokal mit nach 
Hause nehmen zu wollen, Sarina lag 3:0 hinten. Dann konnte aber Sarina 
ihre Brustquetsche ansetzen und bezwang Leni auf Schultern.
Nach der Siegerehrung fragte aber Sarina ihren Trainer und Papa, ob sie 
ihren Pokal der Leni überreichen dürfte, da sie ihn sich heute mehr 
verdient hätte. So geschah es dann auch. Aber fairer kann es im Sport 
nicht zugehen.

Nach einer weiteren Nacht in Berlin wurde am Sonntagvormittag noch 
schnell der Fernsehturm am Alexanderplatz besucht und dann ging es auf 
die Reise in das 400km entfernte Elgershausen. Dort wurde das 
Schützenfest besucht, welches noch einen schönen Abschluss der Reise 
bildete. Nach einer Nacht in der Trainingshalle des RSV Elgershausen 
ging es dann endlich wieder nach Waltershausen.

Autor: Ronny Jurke – Jugendwart der ZSG Abt. Ringen