Zum Scheitern verurteilt? Schülerprojekt an Evangelischer Regelschule in Gotha für mehr Sicherheit

0
73
Blick auf B 247 in Richtung der Evangelischen Regelschule

Seit Herbst des vergangenen Jahres engagieren sich Schülerinnen und Schüler der Evangelischen Regelschule in Gotha für einen sicheren Übergang über die B 247. Das geht auch an der Stadtverwaltung nicht vorbei. Oscar am Freitag fragt nach.

Die Idee einer Petition entwickelten die Schüler gemeinsam mit ihren Lehrern im Fach „Soziales Lernen“. Seit Ende November läuft die Unterschriftensammlung bereits. Auch zwischen der Stadt und den Projektträgern habe es bereits Gespräche gegeben, wie die Pressestelle der Gothaer Stadtverwaltung mitteilte.

Doch der Handlungsspielraum der Stadtverwaltung ist in diesem Fall stark begrenzt. Auf die Anfrage von Oscar am Freitag merkte die Pressestelle unter Berufung auf das Stadtbau- und Bürgeramt an: „Die Langensalzaer Straße ist in der Zuständigkeit des Thüringer Landesamts für Bau und Verkehr (TLBV). Trotzdem […] wird die Stadt die Regelschule bei ihren Bemühungen unterstützen.“

Die Chancen auf einen zusätzlichen Übergang vor der Schule werden zudem durch das Vorhandensein einer Ampelanlage an der Ecke Langensalzaer Straße/Bufleber Straße geschmälert. Diese ermögliche nach Ansicht der Stadt Gotha einen gefahrlosen Übergang über die B 247. Darüber hinaus ist der Mitteilung der Pressestelle zu entnehmen, dass „eine zweite Querung in unmittelbarer Nähe schwierig herzustellen ist, da es im Normalfall dann zu einer Behinderung der Verkehrsströme kommt.“ Vor der Schaffung eines zusätzlichen Übergangs müsse das TLBV außerdem die Verkehrs- und Personenströme prüfen und analysieren, betonen die Gothaer PR-Mitarbeiter.

Auch die Sicherheitsbedenken der Schüler teilt die Stadt nur eingeschränkt. Neben ausreichend Parkmöglichkeiten für Eltern zum Bringen und Abholen ihrer Schützlinge sei der Gehweg breit ausgebaut und in einem guten Zustand. Außerdem gab die Pressestelle auf Anfrage von Oscar am Freitag Folgendes bekannt: „Der Stadt Gotha sind keine Unfälle (in diesem Bereich, Anmerkung der Redaktion) mit Personenschaden bekannt.“
Ob das Projekt der Schüler Erfolg haben kann, wird sich zeigen. Eine erste Bewertung ließ sich jedoch der Antwort der Pressestelle der Stadt Gotha entnehmen. So wurde angemerkt, dass ein Fußgängerüberweg vor der Evangelischen Regelschule eher eine trügerische Sicherheit vermitteln würde. Zudem böte die ca. 150 Meter entferne vorhandene Ampelanlage „fußläufigen Verkehrsteilnehmer“ ausreichend Sicherheit.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Oscar am Freitag-Magazin, Ausgabe 6 (2026)

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT