Zu seinen eigenen Stärken finden: Theaterkurse vom art der stadt mit Wirkung

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Alle Jugendlichen schauen nur aufs Handy!
Falsch! Falsch! Falsch! Wir wissen es besser. Und warum wissen wir es besser? Weil wir sie bei uns, dem art der stadt, erleben – und beeindruckt sind.

von Bernd Seydel für den art der stadt e. V.

Theaterkurse und andere Workshops für junge Menschen bis 18 Jahre bieten wir schon lange an. In unseren Generationenstücken in der Weihnachtszeit stehen junge, mittlere und ältere Menschen gemeinsam auf der Bühne und spielen mitreißendes Theater. Es gibt auch Stücke nur mit Jugendlichen, mit Kindern – ach, das Alter ist doch eigentlich egal.

Vielleicht fange ich noch einmal an: Würdest du dich trauen, vor vielen Menschen auf der Bühne zu stehen, zu sitzen, zu laufen, zu sprechen, auf das Stichwort der anderen zu achten, vorher Text auswendig zu lernen, die Hinweise des Regisseurs oder der Regisseurin zu beachten und dabei so natürlich zu wirken, als ob du nichts anderes im Leben tun würdest? Könntest du dich in Emotionen stürzen, weil es das Stück erfordert, du selbst aber eigentlich ganz anders bist? Mal ehrlich: Würdest du dir das alles antun?

Und jetzt frage dich: Warum kommen junge Menschen zu uns und machen genau das?
Ich will es dir verraten: Weil es aufregend ist, weil man etwas fürs alltägliche Leben lernt, weil man sich überwindet und danach stolz auf sich ist – oder auf den anderen, der das auch geschafft hat. Theaterspielen ist gesteigerter Alltag. Es ist intensiv, erfordert Wachheit und Aufmerksamkeit. Theater ist eine Fantasiewelt, die auf geheimnisvolle Weise mit uns selbst verknüpft ist. Junge Menschen erleben diesen Zauber und vergessen darüber ihr Handy.

Im letzten Jahr gründeten die Jugendlichen das „JugendFundament“. Denn sie wollten und wollen mitbestimmen, mitdenken, mitentscheiden. Nicht weil sie gegen irgendetwas oder gegen irgendwen sind. Sie sind für das Theater, für sich, für Gemeinschaft, für Spaß, für Anstrengung, für echtes Leben.

Vor kurzem entstand im Rahmen unserer Strukturförderung über die LAG Soziokultur und in Kooperation mit dem Filmemacher Florian Semineth ein Video, das man auch bei uns auf der Facebookseite sehen kann: „Einfach weitermachen, einfach zu lernen“, sagt eine junge Schauspielerin. Ja genau, das ist ein Bekenntnis für eine gemeinsame Zukunft.
„Sie haben eine große Sehnsucht nach dem echten Miteinander“, fasst es Daniela Rockstuhl zusammen. Sie leitet den Theaterverein, ist Schauspielerin und Regisseurin – und leitet die Workshops mit den jungen Menschen.

Und das Handy? Ja, es gehört inzwischen zum Alltag. Aber es ersetzt nicht das erlebte Leben. Kennst du junge Menschen, die auch Lust haben auf Theatererleben? Bei uns kann man mitmachen!

P.S.: Mehr zum JugendFundment im Internet unter www.artderstadt.de/
jugendfundament

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