Tagesdienst, aktueller Redakteur: Maik Schulz

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Guten Tag, liebe Leser.

Bei solchen Nachrichten geht mir das Messer in der Tasche auf.

Aber lesen Sie selbst – die folgenden Zeilen entstammen einem Bericht der Jenaer Polizei:

„Eine 54-jährige Frau, die an Epilepsie leidet, lief am 22.08.2012 zwischen 17:15 Uhr und 17:30 Uhr vom Klinikum Lobeda zur Haltestelle des Schienenersatzverkehrs in der Erlanger Allee.

Dort angekommen, erlitt sie einen epileptischen Anfall, der sich derart gestaltete, dass sie auf dem Gehweg zusammenbrach, kurz das Bewusstsein verlor, danach wieder zu Bewusstsein kam aber noch nicht sprechen konnte.

Nach dem Anfall stellte die Frau fest, dass ihre Hilflosigkeit ausgenutzt wurde. Man stahl in dieser Zeit ihre Umhängetasche und durchwühlte eine weitere Tragetasche. Mit der Umhängetasche wurden die Geldbörse, eine Sonnebrille, Medikamente, Dokumente und ein Handy im Gesamtwert von ca. 530 Euro entwendet.

Die Geschädigte sah kurz vor dem Zusammenbruch 5 augenscheinlich Jugendliche, vermutlich 2 Jungen und 3 Mädchen. Nach dem Anfall befand sich in der Nähe der Geschädigten eine ältere Frau mit 2 Gehhilfen.

Die Polizei Jena bittet alle Personen, die Angaben zum Sachverhalt machen können, sich unter Telefon 03641/81-0 zu melden.“

Ehrlich, bei solchen Meldungen geht mir das Messer in der Tasche auf. So was geht doch gar nicht. Bleibt zu hoffen, dass die Polizei einen Zeugen für die Geschehnisse findet.

Denn das, was da passiert ist, ist nicht nur moralisch verwerflich. Was der oder die Diebe da gemacht haben, ist fahrlässig und einfach nur widerlich.