Der öffentliche Nahverkehr in Jena erhält überwiegend gute Noten von seinen Nutzern. Jena bietet den Nutzern des ÖPNV im Vergleich zu anderen Thüringer Städten ein überdurchschnittliches Angebot bei Bus und Bahn.
Das ist das Ergebnis einer Internetumfrage, zu der im Mai und Juni dieses Jahres die Jenaer gebeten worden sind. „Das ist ein gutes Ergebnis. Wir halten gute Angebote vor, müssen aber insbesondere in den äußeren Ortsteilen noch zulegen“, sagt Michael Margull, der Teamleiter für Verkehrsplanung und Flächen im Stadtentwicklungsdezernat.
Per Internet und auch per Papierfragebögen waren die Jenaer aufgefordert, mit ihrer Meinung an der Überarbeitung des Nahverkehrsplans mitzuwirken. Bei zehn von zwölf Fragen wurde die Note „gut“ erteilt. Gefragt war hier auch nach Themen wie die Taktfolge in der Hauptverkehrszeit, die Fahrplantreue und die Bewertung der Haltestelleneinzugsbereiche. Viele Bewohner der „äußeren“ Ortsteile äußerten ihre Unzufriedenheit mit der Bedienung durch den ÖPNV, insbesondere im Spät- und Nachtverkehr. Alternative Angebote wie etwa ein Anruf-Sammeltaxi wurden als zu teuer und ungerecht im Vergleich zum regulären Linienverkehr bewertet. Insgesamt wurde die Taktfolge in den Abendstunden mit der Note 3 bewertet. Kritik gab es auch an den Fahrpreisen. Allerdings hat die Stadt Jena als Mitglied im Tarifverbund der Verkehrsgemeinschaft Mittelthüringen nur sehr geringen Einfluss auf die Höhe der Preise.
Exakt 777 Bürger haben sich an der Umfrage beteiligt. Besonders großes Interesse fand die Befragung in Jenaprießnitz/Wogau, Wenigenjena und Zwätzen, die Beteiligung in Lobeda-Ost und -West indes blieb relativ niedrig.





















