Als am Sonntagabend gegen halb acht Uhr abends im Hörsaal 1 der Jenaer Uni minutenlanger Applaus ertönt, steht Barbara Vetter und Vincent Heiland die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. Vor ausverkauftem Saal hatten die Reisejournalisten und Lichtbildarena-Organisatoren erstmals ihre neue Reisereportage „Mongolei – Mit Kind und Kamel unterwegs im Nomadenland“ vorgestellt.
„Wir freuen uns sehr, dass die Premiere geglückt ist“, lächelt Barbara Vetter. Denn zwischendurch sah es so aus, als wolle die Technik den erfahrenen Referenten ein Schnippchen schlagen: „Unsere neue Fernbedienung schien zeitweise nicht zu funktionieren, sodass wir die Bilder per Hand „umblättern“ mussten“, berichtet Vincent Heiland von den Startschwierigkeiten.
Fast bis zum Schluss hatten die Reisejournalisten an ihrem Vortrag gefeilt – herausgekommen ist eine spannende und sehr persönliche Reisereportage über eine außergewöhnliche Unternehmung im menschenleersten Land der Welt, überraschende und beeindruckende Begegnungen mit den mongolischen Nomaden und deren archaischer Lebensweise sowie einzigartige Erfahrungen von der Gründung und Fortbewegung mit einer eigenen Kamelkarawane. 2011 und 2012 waren Barbara Vetter und Vincent Heiland gemeinsam mit ihren beiden Töchtern Saba (6 Jahre) und Lola (2) insgesamt fünf Monate lang in der Mongolei unterwegs. Fesselnd, unterhaltsam und informativ erzählten abwechselnd Barbara Vetter und Vincent Heiland von ihrem Abenteuer als „Nomaden auf Zeit“, u.a. über das händische Graben einer 200 Meter langen Schneise, weil das Auto auf dem Weg ins Altai-Gebirge im Sand feststeckt oder über ihr „Kamel-Praktikum“, das die Journalisten in Begleitung eines Nomaden absolvieren, um den Umgang mit ihren beiden Kamelen „Botok“ und „Kila“ zu lernen.
Ausgewählte Originaltöne, traditionelle mongolische Musik, eindrucksvolle Bilder und erstmals auch Videosequenzen machen das Reisegefühl für die Zuschauer lebendig. Als ganz besonderes Highlight tanzten zu Beginn zwei Mongolinnen zu mongolischer Musik auf der Bühne und brachten in traditioneller Kleidung ein Stück Kultur live in den Hörsaal.
In der Pause und nach der Show kosteten viele Besucher frisch gebrühten traditionellen gesalzenen Milchtee oder heißen mongolischen Feuertopf. Traditionelle mongolische Produkte wie das Knochenspiel, handgefilzte Kamele, farbenfrohe Täschchen und Gemälde, die im Foyer erworben werden konnten, machten das Mongolei-Erlebnis perfekt.
„Aufgrund der vielen Nachfragen haben wir bereits jetzt den 9. November für die Wiederholung unserer Reisereportage in Jena festgelegt“, informieren Barbara Vetter und Vincent Heiland. „Dann in der ganz besonderen Atmosphäre des 12. Lichtbildarena-Festivals und mit dem besonderen Erlebnis, von der mongolischen Band Egschiglen live während des Vortrages begleitet zu werden!“ Karten dafür sind bereits erhältlich. Aber nun heißt es für die beiden Reisejournalisten und Lichtbildarena-Organisatoren erst einmal: Ausruhen, die Lichtbildarena-Saison mit Veranstaltungen am kommenden Sonntag und den „Weltreisetagen“ am ersten März-Wochenende zu Ende zu bringen – und natürlich: Die nächste Mongolei-Reise zu planen – und eventuell ihre mongolischen Kamele nach Jena zu holen!
Foto: Einen Kuss fürs Kamel! Wenn schon die beiden eigenen Kamele „Botok“ und „Kila“ (noch) nicht in Jena sind, muss der gefilzte Gefährte herhalten!




















