Hände weg von Gotha!

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In der jüngst eingesetzten Standortdebatte um die Fachschule für Bau, Wirtschaft und Verkehr und das Bildungszentrum der Steuerverwaltung bezieht der Gothaer Landtagsabgeordnete Matthias Hey klar Stellung. In einem Ende vergangener Woche veröffentlichten Gutachten zur Verwaltungs- und Gebietsreform in Thüringen wird die zukünftige Trägerschaft beider Einrichtungen durch das Land in Frage gestellt.

„Über die Einschätzung der Gutachter bin ich sehr irritiert“, so der Abgeordnete, „da stimmen bei der Fachschule für Bau, Wirtschaft und Verkehr nicht mal die angeführten Stellenzahlen mit der Realität überein“, merkt Hey kritisch an.

Im Juni 2011 hatte die gesamte Landtagsfraktion der SPD auf Einladung des Gothaer Abgeordneten die Fachschule besucht und sich vor Ort von den guten Ausbildungsbedingungen persönlich überzeugen können.

Auch was die Expertenmeinung zur Auflösung des BZ Gotha betrifft, bringe den Abgeordneten „in schäumende Wut und regelrecht auf die Palme“, im Gutachten wird angeraten, die Auszubildenden der Thüringer Steuerverwaltung doch ins hessische Rotenburg an der Fulda an die dortige Landesfinanzschule zu schicken, „was wäre das für ein Armutszeugnis für ein Land, das eigentlich um jeden jungen Menschen kämpfen sollte“, hinterfragt Hey bei diesem Vorschlag.
Der Gothaer Abgeordnete hatte nach Veröffentlichung des Gutachtens Kontakt zu den Direktoren von Fachschule und Bildungszentrum aufgenommen und wird zeitnah persönlich in beiden Einrichtungen mit ihnen und Mitgliedern der Personalvertretungen sprechen, „denn die Kolleginnen und Kollegen dort sind natürlich beunruhigt“, stellt Hey besorgt fest. „In den kommenden Wochen will sich die Landesregierung zum Gutachten positionieren, und ich werde den Mitgliedern der SPD-Seite klar machen, dass eines gelten muss, nämlich: Hände weg von Gotha!“

Zudem ist Hey nach den jüngsten Stellungnahmen von Bundestagsabgeordneten Tankred Schipanski wichtig, „dass das Thema Fachschule in Gotha nicht für den bereits begonnenen Wahlkampf taugt.“