Thema: Weimars Residenzschloss im 16. Jahrhundert. Eine Spurensuche.

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Zweimal abgebrannt (1618 sowie 1774) und wieder aufgebaut, bis in das 20. Jahrhundert hinein immer wieder baulich überformt, ist die frühere Gestalt des Weimarer Residenzschlosses heute kaum noch vorstellbar.

Nur wenig ist von dem einst so prunkvollen Herrschaftssitz der ernestinisch-sächsischen Kurfürsten geblieben. Kaum jemand weiß, wie hier, im Stammschloss aller in diesem Fürstenhaus wurzelnden heute noch regierenden Royals, Weltgeschichte geschrieben wurde. Hier in Weimar konzipierten die Landesherren die politische Umsetzung von Luthers Kirchenreformation, und hier wurde deren offizielle Einführung 1525 auch erstmals öffentlich proklamiert.

Salopp formuliert: Die Reformation begann am 17. August 1525 mit der Eröffnung des landeskirchlichen Reglements auf dem Weimarer Schlossplatz.

Der Vortrag möchte das Weimarer Schloss als Schauplatz und architektonisches Manifest der ernestinischen Politik im 16. Jahrhundert rekonstruieren und damit einen historischen Ort lebendig werden lassen, der sogar für einen Goethe nur eine Episode bedeutete.

Der Referent Dr. Gerhard Müller ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an dem von der DFG geförderten Editionsprojekt des Briefwechsels von Ernst Haeckel. Seine jahrzehntelangen Forschungen auf dem Gebiet der thüringischen Landesgeschichte weisen ihn als einen der besten Kenner der ernestinischen Geschichte, der thüringischen Verfassungsgeschichte sowie der Person des politischen Goethe aus.

Zum Vortrag ist wie immer – neben den Mitgliedern – die interessierte Öffentlichkeit eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Referent:    Dr. Gerhard Müller
Thema:      Weimars Residenzschloss im 16. Jahrhundert. Eine Spurensuche
Datum:       14. Februar 2013
Ort:            Rosensäle der FSU Jena, Fürstengraben 27
Beginn:      19.00 Uhr

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