Es darf wieder Fußball gespielt werden. Am Sonntag, dem 10. März um 13:30 Uhr, darf unser FCC endlich das langersehnte erste Punktspiel des neuen Kalenderjahres bestreiten. Nach nunmehr vier Spielabsagen in Folge starten am Wochenende also auch unsere Blau-Gelb-Weißen in die Rückrunde der Regionalliga Nordost.
Der Gegner ist dabei die Turn und Sportgemeinschaft aus dem vier Autostunden entfernten Neustrelitz. Für den Liganeuling ist das Heimspiel allerdings nicht zugleich der Rückrundenauftakt, denn die Mecklenburger gastierten am 15. Februar bereits beim Spitzenreiter aus Leipzig, wo sie knapp mit 0:1 unterlagen. Mit dem Spiel am Sonntag im Parkstadion kommt es zum Duell gegen den direkten Verfolger des Ligaprimus‘, gegen unseren FCC.
Für die Gastgeber, die die letzten vier Spiele allesamt verloren und dabei nur einen Treffer erzielen konnten, sollen vor allem die Neuzugänge in der Offensive das Spiel beleben. Mit dem von Molde FK aus Norwegen gekommenen Mame Diouf, Junior Torunarigha aus Oberhausen und Rückkehrer Aymen Ben-Hatira, der von seiner Suspendierung zu Saisonbeginn begnadigt wurde, verstärken gleich drei Spieler den Angriff der TSG.
Besonders viel erwartet man sich vom Senegalesen Diouf, dem Bruder des Torjägers von Hannover 96, der gegen RB bereits seine ersten Pflichtspielminuten bekam. Neben den Verstärkungen ist man dazu mit Top-Scorer Rogoli und Velimir Jovanovic in der Offensive durchaus gut besetzt. Für Letzteren ist es dazu ein Wiedersehen mit alten Bekannten, denn Jovanovic hatte zu Drittligazeiten ein kurzes Gastspiel im Paradies, bevor er über Cottbus und Magdeburg zurück nach Neustrelitz wechselte. Personell können die Hausherren bis auf Abwehrspieler Daniel Wahl, der sich einen Schlüsselbeinbruch zuzog, aus dem Vollen schöpfen.
Auf Seiten unserer Jenaer Mannschaftet lichtet sich das Lazarett allmählich. Neben den verletzten Kolitsch und Schlosser kommt ein Einsatz am Sonntag für Daniel Barth und Marius Grösch zwar noch zu früh, jedoch sind Beide bereits wieder im Mannschaftstraining und konnten auch schon wieder Spielpraxis sammeln. Barth war am Mittwoch gegen den SV SCHOTT dabei, und auch Grösch durfte bei der U 19 ran, für die er aller Voraussicht nach auch am Wochenende auflaufen wird. Trainer Petrik Sander stellt nach Gröschs letztem Spiel dazu eine baldige Rückkehr in den Kader der ersten Mannschaft in Aussicht: „Er ist auf einem guten Weg. Er hat bereits wieder für die U 19 gespielt, dabei auch ein Tor erzielt, und zeigt erfreulicherweise keinerlei Angst nach seiner Verletzung. Es sieht also gut aus, dass er bald wieder in den Kreis der ersten Mannschaft zurückkehren wird.“
Ein Wermutstropfen ist dagegen die Trainingsverletzung von Ronald Wolf, der sich bei einem Zweikampf eine Knöchelverletzung zuzog und nun ca. drei Wochen pausieren muss. Für ihn könnte Neuzugang Justus Six die rechte Abwehrseite beackern, der im Testspiel gegen den SV SCHOTT als einziger Spieler über die volle Distanz ran durfte.
Trotz der Ausfälle präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Petrik Sander im letzten Test lauf- und kampfstark und vor allem dank Neuzugang Andis Shala, der einen lupenreinen Hattrick erzielte, mit jeder Menge Durchschlagskraft im Angriff. Allerdings gab es in der Defensive bei dem 6:2 Sieg noch das eine ider andere Abstimmungsproblem in der Jenaer Hintermannschaft. Angesprochen auf die schweirigen Trainingsbedingungen der letzten Wochen entgegnete bei der Pressekonferenz am Freitag, dass diese das Trainieren von taktischen, fußballspezifische Dingen quasi unmöglich machten. Gleichzeitig gäbe es aber auch keinen Grund zum Lamnetieren. „Die Bedingungen waren nun mal so, und wir haben sie angenommen und das Beste daraus gemacht.“
Im Bezug auf das Spiel am Wochenende fand er für seine Spieler eindrückliche Worte der Mahnung: „Wir dürfen nichts auf die leichte Schulter nehmen. Sicher, wir gehen als Favorit in die Partie. Doch sollten wir vielleicht glauben, dass es mit 5 Prozent weniger auch geht, dann bekommen wir Probleme.“ Gleichzeitig erinnerte Sander an die gute Partie der Mecklenburger zuletzt bei RB Leipzig, die nur knapp verloren wurde und Fingerzeig auf die Qualitäten der Gastgeber ist.
Für die Spieler ist die Serie von Spielabsagen auch keine gewohnte Situation, so sagt Kapitän Tino Berbig, dass es das erste Mal sei, dass er so eine lange Vorbereitung mitmache. Umso erfreulicher sei es aber auch, dass es jetzt endlich wieder losgeht.
Am Sonntag wird es die Begegnung zwischen unserem FCC und den Neustrelitzern zum dritten Mal geben. Zwei Mal traf man bisher aufeinander, am 15. März 1964 im damaligen FDGB-Pokal und zum Regionalligahinspiel am 23. September 2012. Beide Spiele gewann unser FC Carl Zeiss mit 2:1. Für René Eckardt ist es darüber hinaus das 100. Pflichtspiel im Trikot unserer Blau-Gelb-Weißen, wenn das Wetter nicht doch wieder einen Strich durch die Rechnung macht.
Übrigens: Die Jenaer Mannschaft wird sich bereits am Samstagvormittag auf den Weg nach Neustrelitz machen, um am Nachmittag noch vor Ort eine Trainingseinheit zu absolvieren.
Quelle: http://www.fc-carlzeiss-jena.de























