Wiedersehen soll Freude machen

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In der 2. Bundesliga ProA gibt es nur wenige Teams, gegen die die Oettinger Rockets Gotha bis dato noch kein Spiel gewinnen konnten. Die finke baskets aus Paderborn zählen dazu. Doch das soll sich am Samstag ändern. Denn dann empfängt der Tabellenzehnte aus Gotha den Tabellenzwölften aus Paderborn zum Heimspiel in der „Blauen Hölle“ (Tip-Off: 19 Uhr).

Für das Gothaer Trainer-Gespann besitzt die Partie gegen die finke baskets in mehrfacher Hinsicht eine besondere Bedeutung. Schließlich war Chris Ensminger in der Saison 2008/2009 für die Ost-Westfalen in der BBL am Ball – Paderborns Assistant Coach hieß damals Stephan Völkel. Es war eine erfolgreiche Zeit, die beide in guter Erinnerung behalten haben – und zwar in so guter, dass Chris Ensminger zu Beginn seiner Trainer-Karriere in Gotha nicht lange nach einem Assistenten suchen musste: Stephan Völkel sollte es sein.

Allerdings spielt die gemeinsame Vergangenheit beim Wiedersehen mit dem ehemaligen Team allenfalls am Rande eine Rolle. Die Aufmerksamkeit der Coaches und der Spieler gilt einzig und allein dem Ziel, gemeinsam den fünften Heimsieg in Folge zu erringen.

Zwar plagten die Rockets im Vorfeld kleinere gesundheitliche Probleme. Dennoch blickt Chris Ensminger dem Match zuversichtlich entgegen: „Wir wollen mit der Unterstützung unserer tollen Fans an die letzten erfolgreichen Heimspiele anknüpfen, von Anbeginn hellwach sein und mit einer starken Verteidigung die Weichen auf Erfolg stellen.“

Von der Papierform her zählt die Partie gegen den Tabellenzwölften zu den „lösbaren Aufgaben“. Die finke baskets haben in dieser Saison auswärts erst ein Spiel gewonnen (86:74 gegen die Otto Baskets Magdeburg). Zudem hat das Team die schlechteste Defense der gesamten Liga.

Allerdings sollten daraus keine falschen Schlüsse gezogen werden. Denn vor den Heimspielen der finke baskets gegen die Top-Teams aus Heidelberg und Kirchheim verhielten sich die Dinge ähnlich. Doch am Ende triumphierten in diesen beiden Begegnungen jeweils die Paderborner. Zu deren Stärken zählt unter anderem eine sehr gut aufgestellte Starting Five, von der im Schnitt knapp 80 Prozent der Punkte kommen.

Derweil gibt es für die Rockets und ihre Anhänger noch einen weiteren wichtigen Grund, sich am Samstag besonders ins Zeug zu legen: Chris Ensminger feiert am Sonntag seinen 40. Geburtstag. Auch deshalb wünscht er sich einen Heimsieg!