Science CIty mit Erfolg im Basketball-Krimi

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Mit einem erfolgreichen Doppelschlag endete das Basketball-Wochenende für die Korbjäger von Science City Jena. Die Thüringer besiegten am Sonntagabend die Kirchheim Knights in einem vorgezogenen Tatort vor 2103 Zuschauern in der Jenaer Sparkassen-Arena mit 97:87-Sieg nach Verlängerung, dürfen nun allmählich anfangen für die Playoffs zu planen.

Nach dem knappen und stark umkämpften 96:89-Sieg am Freitag in Ehingen sicherten sich die Saalestädter gegen die spielstarken Gäste aus Kirchheim den mittlerweile sechsten Sieg in Folge, gastieren am kommenden Samstag in Baunach. Mit sagenhaften 55 addierten Punkten unterstrichen David Hicks und Brady Morningstar ihre Offensiv-Power, überzeugten im Backcourt der Ostthüringer. Trotz dieser individuellen Fabelwerte präsentierte sich Science City Jena als homogene Einheit, ließ den Ball phasenweise wie an der Schnur gezogen laufen. Angeführt durch einen erneut groß aufspielenden Point Guard Lars Wendt, der mit 8 Assists seine starke Form untermauerte, gewannen die Saalestädter letztendlich verdient.

„Es war der erwartet schwere Kampf gegen einen auch so erwartet starken Gegner. Einmal mehr hat sich gezeigt, dass kein Gegner in dieser ausgeglichenen Liga im Vorbeigehen zu bezwingen ist und jeder Erfolg hart erarbeitet werden muss“, sagte Trainer Björn Harmsen nach dem knappen Overtime-Sieg gegen die Knights. „Man hat beiden Teams in der ersten Halbzeit die Müdigkeit dieses Doppel-Spieltages angemerkt. Am Ende konnten sich meine Jungs mit einem weiteren Sieg selbst belohnen. Der Rebound vor dem Dreier von David war Gold wert, der Wurf insgesamt trotz herunterlaufender Shotclock stark herausgespielt.“, so Harmsen zur wohl entscheidenden Szene vor dem in die Verlängerung rettenden Distanzwurf durch Hicks.

Nachdem beide Kontrahenten in der Partie schnell ihren Rhythmus fanden, sich bereits im Startviertel zahlreiche packenden Zweikämpfe lieferten, waren es zunächst die Gäste, die sich Vorteile erspielen konnten. Bis zur 4.Minute auf 10:5 enteilt, dauerte es aus Sicht von Science City Jena keine 60 Sekunden um den Anschluss wiederherzustellen. Auch in der Folge blieb das Duell knapp, wechselten die Führungen beider Teams mit etlichen ausgeglichenen Spielständen. Ein Dreier von Wayne Bernard kurz vor Ablauf der Viertelsirene bescherte den Ostthüringern schließlich eine hauchdünne 24:23-Führung nach zehn Minuten. Auch im Verlauf des zweiten Abschnitts gelang es zunächst keiner Mannschaft sich nennenswert abzusetzen. Erst ein kurzer Zwischenspurt der Gäste, die sich bis zur 16.Minute auf 37:31 abgesetzt hatten zwang Jenas Coach Björn Harmsen zur taktischen Auszeit. Doch die Baden-Württemberger blieben das zwingendere und hochprozentiger treffende Team, vergrößerten ihren Vorsprung bis zur Halbzeitpause auf 41:33.

Dafür stand das Viertel nach Wiederanpfiff ganz im Zeichen von Jenas Leistungsträger Brady Morningstar. Stolze 13 Punkte allein zwischen der 20. und 30.Minute ließen die Führung der Kirchheimer schrumpfen. Zwar gingen die Knights mit einem 66:65-Vorsprung in den Schlussabschnitt, die Saalestädter befanden sich jedoch wieder klar in Schlagdistanz. Dies untermauerte das Harmsen-Team mit einem Traumstart in die finalen zehn Minuten. Nachdem Julius Wolf mit einem Korbleger die Führung für Science City Jena zurückgeholt hatte, legte Morningstar aus der Distanz nach, erzielte in der 32.Minute das 70:66. Science City Jena gelang es, sich bis auf 74:68 (33., Morningstar) abzusetzen, bevor nun Kirchheim eine Aufholjagd startete. Angetrieben von Bryan Smithson kämpften sich die Gäste zurück, glichen durch einen Korb von Julian Sensley auf 76:76 (36.) aus. Nachdem Science City durch zwei Freiwürfe von David Hicks 100 Sekunden vor der Sirene mit 82:80 in Front gehen konnte, schlug Kirchheims Jannik Lodders aus der Distanz zurück, brachte die Gäste mit 83:82 in Führung. Zwei Freiwürfe von Smithson zum Kirchheimer 85:82 schienen Jenas Korbjäger auf die Verliererstraße zu bringen. Doch David Hicks hatte etwas dagegen, schnappte sich 2,9 Sekunden vor der Schlusssirene den Ball und versenkte das Spielgerät aus der Distanz trocken zum 85:85-Ausgleich, Verlängerung.

Hier spielte dann nur noch eine Mannschaft, Science City Jena bzw. David Hicks. Der US-Amerikaner entschied das Duell offensiv fast im Alleingang, erzielte zehn Punkte und sicherte Jena den wertvollen 97:87-Sieg. „Wir haben David Hicks im letzten Viertel und in der Verlängerung nicht in den Griff bekommen“, sagte Gäste-Trainer Michael Mai in der nach dem Spiel stattfindenden Pressekonferenz.

SCJ: Hicks 31 Punkte, Morningstar 24, Virbalas 11, Bernard 8, Reyes-Napoles 6, Wendt 5, Chones 4, Voigtmann 4, Wolf 4