Am morgigen Donnerstag, 17. November 2011, 19 Uhr wird Dr. Thomas Grasselt, Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, über die neu entdeckte Siedlung bei Schwabhausen und ein Gräberfeld des Großromstedter Horizontes bei Ballstädt zusammen mit weiteren Fundplätzen um Gotha ausführlich berichten. Thüringen, hier besonders das Gothaer Land als wichtiger Wirtschafts- und Verkehrsraum mit internationalen Beziehungen, waren nach Aussage neuer archäologischer Forschungen in die Ereignisse vor und kurz nach der Zeitenwende verwickelt.
Der Mittelgebirgsraum zwischen Harzvorland und Mainfranken gilt als wichtige Kontaktzone zwischen den Kelten im Süden und den Germanen im Norden. Bereits in den Jahrzehnten vor der Zeitenwende war dieses Gebiet ein wichtiger Verkehrsraum und das Ziel elbgermanischer Bevölkerungsbewegungen.
Diese wurden durch die Anlage neuer Brandgräberfelder mit typischen Waffenbeigaben und auch manchen Siedlungsneugründungen dokumentiert. Neben den Händler- und Handwerkssiedlungen gab es außerdem eine große Zahl agrarisch orientierter kleiner Siedlungen.
Die germanischen Bewegungen nördlich der Donau und östlich des Rheins geraten in den Focus römischer Politik. Germanische Stammesnamen werden überliefert und die Markomannen mit ihrem König Marbod als gefährlicher Gegner benannt. Der Höhepunkt dieses Konfliktes und zugleich auch ein Wendepunkt ist die Varusschlacht (9 n. Chr.).
Vortrag: Zwischen Caesar und Varus – Neue archäologische Ausgrabungen auf zwei germanischen Fundplätzen im Gothaer Land
Donnerstag, 17. November 2011, 19 Uhr
Dr. Thomas Grasselt, Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie
Schloss Friedenstein, Ekhof-Kabinett




















