Steigerung nicht belohnt

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Nach zwei völlig verschlafenen Anfangssätzen konnten die Regionalligavolleyballer des VC Gotha II nach einer deutlichen Leistungssteigerung zwar zum 2:2 ausgleichen, mussten sich aber am Ende dem TSV Leipzig 76 mit 2:3 (-21; -21; 20; 16; -15) beugen.

Im letzten Vorrundenspiel der Saison gab es für den Gothaer Regionalligisten erneut eine Niederlage. Ohne den verletzten Paul Rüffer und den dienstlich verhinderten Michael Steuding standen Trainer Christopher Röder in dieser wichtigen Partie nur sieben Spieler zur Verfügung und er musste sich für den Fall der Fälle selbst auf den Spielerbogen setzen.

Für Steuding kam Routinier Stefan Krech von Beginn an zum Einsatz. Verunsichert von den letzten Niederlagen begannen die Gothaer erneut mit Fehlern in der Annahme und wenig Durchschlagskraft im Angriff. Besonders im zweiten Satz schienen die Gastgeber gegen keineswegs viel bessere Leipziger regelrecht unter die Räder zu kommen. 10:21 lag man zurück, ehe eine Steigerung zumindest Ergebniskosmetik brachte.

Im 3.Satz änderte Röder die Aufstellung und stellte Markus Braune wieder auf dessen gewohnte Diagonalposition. Dafür rückte Krech auf Außen. Diese Umstellung brachte die erhoffte Wirkung. Plötzlich zeigten die Gastgeber, wozu sie in der Lage sind, wenn konzentriert und vor allem mit Spielfreude agiert wird. Leipzig wirkte zunehmend verunsichert und musste den Satzausgleich hinnehmen.

Der Tie-Break verlief anfänglich ausgeglichen, bis zwei Gothaer Fehler dem TSV eine 12:9 Führung bescherten. Doch der VC kämpfte sich wieder heran und hatte beim 14:13 und 15:14 zwei Matchbälle. Leider wirkte das Kampfgericht in der entscheidenden Phase wenig souverän und benachteiligte die Gothaer bei einigen Entscheidungen. Hinzu kamen aber auch Gothaer Fehler, so rutschte zum Beispiel Marek Reichel eine Annahme kurz vor Schluss unglücklich durch die Hände.

So blieb für die Gothaer nach dem 15:17 im 5.Satz nur die Erkenntnis, dass man über die ein oder andere Schiedsrichterentscheidung zwar trefflich streiten kann aber trotzdem gilt, dass wer zwei Sätze dermaßen schlecht spielt, sich nicht wundern darf, wenn er nach dem unberechenbaren Tie-Break mit leeren Händen dasteht.

Mit 4:14 Punkten liegt der Vorjahreszweite VC Gotha II nach Abschluss der Halbserie nur auf dem unbefriedigenden 8. Tabellenplatz. Nun gilt es für Mannschaft und Trainer in der Weihnachtspause die richtigen Lehren aus der missratenen Hinrunde zu ziehen und in der zweiten Halbserie endlich das wahre Leistungsvermögen abzurufen.

Wesentlich erfolgreicher waren wieder einmal die Landesklassevolleyballer des VC Gotha III. In einem für Landesklasseverhältnisse sehr guten Spiel besiegten sie im Lokalderby die Gothaer Sportfreunde 90 mit 3:2. Die von „Pit“ Ludwig trainierten Sportfreunde boten in diesem stimmungsvollen Aufeinandertreffen ihre bisher beste Saisonleistung und forderten den Favoriten bis zum Schluss. Der VC gewann auch sein zweites Spiel gegen den SV Creaton Grossengottern, diesmal klar mit 3:0.

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