KLÄNGE AUS DER NEUEN WELT

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Weltbekannte Klänge erfüllen am Donnerstag, 12. Januar 2012, ab 20 Uhr den für seine hervorragende Akustik gerühmten Großen Saal der Stadthalle Gotha.  Dann nämlich präsentiert die Thüringen Philharmonie Gotha in ihrem fünften A-Anrechtskonzert mit dem Titel „Wandert mit dir all mein Denken“ das Violinkonzert D-Dur op. 77 von Johannes Brahms sowie die populäre Sinfonie Nr. 9 e-moll op. 95 „Aus der Neuen Welt“ von Antonín Dvořák. Als Solist des von Chefdirigent Stefanos Tsialis geleiteten Konzertes ist der dänische Geiger Lars Bjørnkjær erstmals in Gotha zu erleben.

Für den Hamburger Johannes Brahms war die österreichische Walzermetropole Wien Ausgangspunkt seines Erfolges. Hier schrieb er seine großen Sinfonien, hier etablierte er sich als Dirigent und herausragender Pianist. Dennoch verließ er regelmäßig die Großstadt und verbrachte seine Sommerferien am Wörthersee, wo 1878 auch sein erstes und einziges Violinkonzert in freundlichem und heiterem D-Dur entstand. Für sein Werk holte sich Brahms, der mehr schlecht als recht Geige spielte, zahlreiche Anregungen von seinem Freund Joseph Joachim, einem der bedeutendsten Geiger seiner Zeit. Die Uraufführung des Violinkonzertes fand unter kritischer Beobachtung durch die Fachwelt am Neujahrstag 1879 mit Brahms am Dirigentenpult  und Joachim als Solisten im Leipziger Gewandhaus statt.

Galt das Stück zu Brahms‘ Zeiten noch als unausgewogen und „unspielbar“, zählt es heute zu den wichtigsten Werken der Violinliteratur, welches jeder großer Geiger im Repertoire hat. So auch Lars Bjørnkjær, der Solist des A5-Konzertes der Thüringen Philharmonie Gotha. 1968 in Los Angeles geboren, wuchs Bjørnkjær im dänischen Aarhus auf. Bereits als Sechsjähriger erhielt er seinen ersten Violinunterricht. Später studierte er am Jutland Music Conservatory und an der Juilliard School of Music in New York, bevor er im Alter von 25 Jahren 1. Konzertmeister der Königlichen Kapelle Dänemarks wurde. Seit 2007 ist Bjørnkjær in gleicher Position an der Königlichen Oper in Stockholm engagiert.

Im Gegensatz zu Brahms war Antonín Dvořák auch im Ausland tätig. Auf zahlreichen England-Reisen wurde seine Musik gefeiert, 1885 fand die Uraufführung von Dvořáks 7. Sinfonie in London statt und 1891 erhielt er die Ehrendoktorwürde der renommierten Universität zu Cambridge. Da ließ auch der Ruf aus Amerika nicht lange auf sich warten. Von 1892 bis 1895 war Dvořák Direktor des Musikkonservatoriums in New York. Während dieser Zeit schrieb er auch seine berühmte Sinfonie Nr. 9 e-moll op. 95 „Aus der Neuen Welt“. Diese Sinfonie, so erwartete man vom tschechischen Nationalkomponisten Dvořák, sollte auch der jungen amerikanischen Nation eine eigene musikalische Identität verleihen. In der Tat ließ sich Dvořák denn auch von indianischen Melodien und Negro-Spirituals inspirieren. Doch findet man keine Originalthemen in der Sinfonie, wie der Komponist selbst betonte: „Ich habe nur im Geiste dieser amerikanischen Volksmelodien komponiert.“ Was der Schönheit und Popularität des Werkes keinen Abbruch tut, zählt die 9. Sinfonie doch weltweit zu den am häufigsten aufgeführten Werken der klassischen Musik überhaupt.

Karten für das Konzert A5 sind in der Gotha-Information (Tel. 03621-50785712), online über www.proticket.de sowie an der Abendkasse erhältlich.


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