Auf ein bewegtes Jahr 2011 blicken die rund 2.000 aktiven Frauen und Männer in den Einsatzabteilungen der hiesigen Freiwilligen Feuerwehren zurück: Stolze 12.752 Einsatzstunden erbrachten die Ehrenamtlichen, die 354 mal zu Brandereignissen alarmiert wurden und 613 mal technische Hilfe leisteten. Das geht aus der aktuellen Statistik* des Landratsamts hervor.
Damit musste jeder aktive Floriansjünger rein rechnerisch sechsmal ausrücken – viele davon waren natürlich deutlich häufiger unterwegs: Nicht weniger als 9.808 eingesetzte Kräfte ergab die Auswertung der Protokolle. „Diese beeindruckenden Zahlen verdeutlichen, wie viel Zeit und Aufwand die Freiwilligen in den Feuerwehren aufwenden, um anderer Menschen Leben und Sachwerte zu retten oder Hilfe zu leisten. Für dieses Engagement gebührt ihnen Dank und Anerkennung“, so Landrat Konrad Gießmann.
118 Brände forderten das Können der Freiwilligen
Insgesamt 90 Kleinbrände, 22 Mittel- und sechs Großbrände mussten die freiwilligen Wehren 2011 bekämpfen, wobei fünf Menschenleben gerettet werden konnten. Ausrücken mussten die Floriansjünger 2011 zudem, ohne am Ende tatsächlich Brände zu bekämpfen: 17 Mal war das Feuer bereits gelöscht, als die Helfer eintrafen, 74 Mal wurden die ehrenamtliche Wehren in Bereitstellung gerufen und 95 Mal sorgten blinde Alarme und fehlgeleitete Brandmeldeanlagen dafür, dass sich die Freiwilligen umsonst bemühten. Bei sämtlichen Brandereignissen kamen für die 3.858 angeforderten Kameraden 5.553 Einsatzstunden zusammen; dreimal hatten die Helfer Verletzungen zu beklagen.
Unfälle und Sturmschäden dominieren Hilfeleistungen
Wesentlich häufiger wurden die freiwilligen Wehren hingegen zu Hilfeleistungen unterschiedlichster Art gerufen. Insgesamt 613 Ereignisse mit 5.950 Beteiligten, die 7.199 Einsatzstunden erbrachten, führt die Statistik auf. Schwerpunkt blieb auch 2011 die Hilfe bei Verkehrsunfällen (125 Mal) vor Wetterereignissen wie Hochwasser, Eis und Überschwemmungen (85 Einsätze) und Sturmschäden (61) und dem Beseitigen von Ölspuren, ausgelaufenen Treibstoffen oder Ölen (Summe: 88 Ereignisse). Deutlich zugenommen haben die Hilfsanfragen, um Gefahren durch Insekten Einhalt zu gebieten: Den 15 Einsätzen 2010 standen im Jahr darauf bereits 53 Einsätze entgegen. Infolge der Hilfeleistungen konnten 18 Menschen sowie 50 Tiere gerettet werden.
Aktuell zählen die Einsatzabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Gotha derzeit 1.906 Aktive, darunter 169 Kameradinnen. In den Jugendwehren sind – inklusive der Bambini – derzeit 859 Mitglieder organisiert.
Splitter aus dem FFW-Einsatzgeschehen:
• Erheblich: Insgesamt wurden 2011 rund 278.000 Liter Löschwasser verbraucht.
• Gut gewartet: 28 Mal bezogen die Wehren ihr Löschwasser von Hydranten, die allesamt ordnungsgemäß funktionierten.
• Unter den Brandereignissen waren allein 19 Fahrzeugbrände (2010: insgesamt 20), darunter zwei Lkw und ein Bus.
• 16 Mal brannten öffentliche Mülleimer oder -container.
• Vier Heu- und fünf Holzstapel wurden 2011 ein Raub der Flammen.
• Bei Verkehrsunfällen wurden zehnmal Menschen aus den Fahrzeugen per Spreizer und Heber befreit.
* Hinweis: Die Statistik umfasst nicht die Einsätze der Gothaer Berufsfeuerwehr und der Gothaer Stadtteilwehren.























