Die Damen des VC Gotha gewannen mit ihrer bisher besten Saisonleistung ihre beiden Thüringenliga-Heimspiele gegen den 1.Sonneberger VC 04 (17; 14, 9) und Spitzenreiter SWE Volley-Team Erfurt III (14; 11; 22) jeweils sehr deutlich mit 3:0. Die 2.Männermannschaft verlor mit dem gleichen Ergebnis gegen den SVV Weimar (17; 21; 13).
Der Volleyballnachmittag in der Ernestinerhalle mit den parallel verlaufenden Thüringenligaspielen gehörte ganz eindeutig dem besseren Geschlecht. Mit ihren beiden überzeugenden Siegen bereiteten sich die Schützlinge von Trainer Enrico Protze einen optimalen Nachmittag.
Das erste Spiel gegen Sonneberg dauerte nur 48 Spielminuten. Die Gothaerinnen waren ihren Gegnerinnen dabei in allen Belangen überlegen und holten sich hochverdient den Sieg.
In der anschließenden Partie gegen den Spitzenreiter aus Erfurt erwartete man eine wesentlich schwerer Aufgabe, standen doch in den Reihen der Gäste einige erfahrene ehemalige Bundesligaspielerinnen, darunter auch Cornelia Heintz, die auch schon für den VC Gotha in der 2.Bundesliga spielte. Doch die Gastgeberinnen starteten ohne jede Scheu vor dem Favoriten in die Partie. Mit einem Blitzstart erspielte man sich eine 7:2 Führung. Sehr zur Freude der, für eine Thüringenligabegegnung sehr zahlreichen Zuschauer, spielte man gegen die mehrheitlich größeren Erfurterinnen selbstbewusst auf.
Die Gothaerinnen standen sicher in der Annahme und in der Feldverteidigung. Das größte Plus aber und spielentscheidend, waren die gefährlichen Aufschläge. Mit ihnen zwang man die Gäste zu ungewöhnlich vielen Annahmefehlern. Den anfänglichen Vorsprung behauptete man nahezu durchgängig. Eine kleinere Schwächephase, als Erfurt vier Punkte in Folge holte, beendete Trainer Protze mit einer zur richtigen Zeit genommenen Auszeit. Überraschen deutlich ging der 1.Satz mit 25:14 an den VC.
Wer vermutete, dass die Gothaerinnen damit ihr Feuer verschossen hätten, sah sich danach positiv überrascht. Lediglich zu Satzbeginn schienen sich die Erfurterinnen erholt zu haben. Dann übernahm wieder der heimische VC das Heft des Handelns. Wieder waren es die Aufschläge, die dies ermöglichten. Allein Mittelblockerin Toni Kühlmann erzielte vier oder fünf fast direkte Aufschlagpunkte in Serie. Auch im Angriff überzeugten die Gothaerinnen. Besonders Katharina Bühring forderte beständig die Bälle und holte die meisten Gothaer Punkte. Lob verdiente sich auch Zuspielerin Julia Meyer, die neben guten Zuspielen auch im Block einige Male erfolgreich war.
In der folgenden Satzpause appellierte Protze an seine Spielerinnen die Konzentration und die Spannung hochzuhalten, um den erfahrenen Gästen keine Rückkehr ins Spiel zu gestatten. Das gelang über weite strecken, wenngleich das SWE-Team etwas stärker wurde und im Aufschlag mehr Risiko einging, um für Gefahr zu sorgen. Letztlich jedoch ohne Erfolg, weil die VC-Damen an diesem Tag zu stark waren. Unter großem Beifall verwandelten sie ihren zweiten Spielball zum 25:22.
Mit diesen beiden Siegen rückte die Mannschaft bis auf zwei Punkte an die beiden führenden Teams aus Erfurt und Gera heran und hat nun wieder die Chance noch weiter nach vorn zu kommen.
VC Gotha mit: Katharina Bühring, Janett Ollarius, Toni Kühlmann, Julia Meyer, Christine Eisold, Franziska Herold, Michelle Stießbaum, Sophie Mähler und Sophie Brand
Gänzlich anders verlief der Spieltag für die 2.Männermannschaft des VC Gotha. Gegen den Tabellendritten SVV Weimar unterlag man mit 0:3. Dabei konnten die Hausherren lediglich in den beiden Anfangssätzen phasenweise gefallen. Insgesamt aber blieb man im Aufschlag zu harmlos, um gut annehmende Gäste ernsthaft in Schwierigkeiten zu bringen und lediglich Libero Tobias Reuß und Diagonalangreifer Andreas Schlöffel erreichten zumindest Normalform. Hinzu kam, dass in einigen Situationen auch das Glück nicht unbedingt auf Gothaer Seite war.
So nahm das Schicksal seinen Lauf. Nach zwei Anfangssätzen, in denen man in Ansätzen versuchte, dem Spiel eine Wende zu geben, schenkte man den Schlusssatz dann kampflos her. Auch die eingewechselten Spieler nutzten ihre Chance nicht, sich mit einer guten Leistung zu empfehlen.
Am Ende des 3.Satzes stand es 13:25 und Weimar konnte einen jederzeit verdienten 3:0 Sieg feiern.





















