Kulturpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion B 90/Die Grünen auf Museumstour

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Die Museen in Thüringen etablieren sich immer mehr als touristische Magneten und als größter außerschulischer Bildungsanbieter. Das sagte heute Dr. Lutz Unbehaun, Erster Vizepräsident des Museumsverbandes Thüringen, während eines Informationsbesuches der Kulturpolitischen Sprecherin der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Astrid Rothe-Beinlich.

Sie absolvierte eine Museumstour quer durch Thüringen mit Stationen im Thüringer Freilichtmuseum Hohenfelden, dem Thüringer Landesmuseum Schloss Heidecksburg in Rudolstadt und in den Mühlhäuser Museen.

Bei den Besuchen in den Museen, Sammlungen und Depots kamen auch drängende Sorgen zur Sprache. In Hohenfelden wird dringend eine Stelle für eine Musumspädagogin oder einen Museumspädagogen gebraucht. Aktuelle Diskussionen über eine Finanzierung städtischer Kultureinrichtungen durch das Umland, des Kreises Weimarer Land für die Stadt Weimar, wird in Hohenfelden sehr kritisch gesehen. „Das wäre der Tod unseres Museums, das durch den Landkreis finanziert wird“, sagte die wissenschaftliche Mitarbeiterin Franziska Zschäck.

In Rudolstadt verwies Direktor Lutz Unbehaun auf die prekäre Personalsituation, von der in Thüringen mehr oder weniger alle Museen bertroffen sind. Insbesondere werden freiwerdende Stellen in der Regel nicht wieder besetzt. Unbehaun regte erneut ein Landesprogramm für wissenschaftliche Volontäre an kommunal getragenen Museen an. So könnte jungen Hochschulabsolventen der Berufseinstieg ermöglicht werden.

In Mühlhausen führte Direktor Thomas T. Müller die Landtagsabgeordnete über die Museumsbaustelle Am Lindenbühl. Er regte an, ein Landesprogramm für die Restaurierung von Museumsobjekten aufzulegen. Eine andere Idee des Direktors: Ein zu schaffender Landesfonds für kleinere Museen. Der könnte helfen, oft fehlende Eigenmittel bei der Einwerbung von Drittmitteln nationaler und internationaler Stiftungen und Förderer zu kompensieren.