Der Schnee von gestern lag noch auf den bunten Blättern im Park, als die sechste Gothaer Museumsnacht mit dem traditionellen Laternenumzug in der Orangerie begann.
Von kühlen Temperaturen und matschigen Wegen ließen sich die vielen jungen Laternenträger nicht abschrecken. Mit Dudelsackmusik vorneweg marschierte der Zug durch den schneehellen Park in den von bunten Scheinwerfern einfallsreich erleuchteten Schlosshof. Hier eröffnete Stiftungsdirektor Dr. Martin Eberle mit einer kurzen Ansprache die Museumsnacht.
Schlag acht strömten die Besucher zum Westturm mit dem Museum der Natur und dem Historischen Museum, zur Ausstellungshalle mit der Sonderausstellung „Märchenschloss Friedenstein“, zum Schlossmuseum und zu den stündlich eingetakteten Führungen in der Forschungsbibliothek Gotha. Zusätzlich nahm auch wieder das Deutsche Versicherungsmuseum E. W. Arnoldi in der Bahnhofstraße an der Museumsnacht teil.
Neben Führungen und Kurzvorträgen in allen Museen und Sonderausstellungen gab es spezielle Vorführungen und Präsentationen der Restauratoren und des Tierpräparators in der Weimargalerie, die wieder besonderes Interesse fanden. Aber auch spezielle Führungen zur Technik des Ekhof-Theaters, zur Burg Grimmenstein, zu Hexen- und Hexenverfolgung, zur Welt der Katzen und den Tieren der Nacht, märchenhafte Lesungen und die Führungen zum Neuen Münzkabinett fanden großen Anklang. Musikalisch war das Duo Klang-Holz aus Gotha im Musikzimmer präsent, Nils Alf spielte Saxofon und Schüler der Kreismusikschule Louis Spohr musizierten im Festsaal.
Das Schlendern und Verweilen in den abendlich erleuchteten Schlossgemächern, die Musik und der lichtinszenierte Schlosshof sorgten wieder für eine besondere Atmosphäre in dieser (dank der Zeitumstellung) längsten Nacht des Jahres. An diesem winterlichen Herbstabend, an dem die heißen Getränke besonders glückliche Abnehmer fanden, strömten die Besucher weniger zahlreich als 2011. Insgesamt kamen 669 große und kleine Besucher (512 verkaufte Karten, Kinder bis zum Alter von 16 Jahren haben freien Eintritt in die Museen).




















