Neue Bewährungsprobe für Science City

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Ganz flapsig ausgedrückt, könnte man sagen es flutscht derzeit für Jenas Basketballer. Vier Siege in Folge in den letzten drei Wochen haben das Eichler-Team wieder in Sichtweite der Playoff-Plätze rutschen lassen.

Nachdem die Mannschaft um Kapitän Christoph Roquette selbst das schwere Gastspiel in Vechta mit 99:98 gewinnen konnten, die Rückfahrt aus Niedersachsen entsprechend gut gelaunt überstanden wurde, steht am Samstag ab 19.00 Uhr in Lobeda-West die nächste Bewährungsprobe auf dem Programm. Zu Gast sind dann die Crailsheim Merlins aus dem Landkreis Schwäbisch Hall, ein Team, dass im bisherigen Saisonverlauf mehr enttäuscht als überraschen konnte. Zwar schlugen die Hohenloher Franken mit Düsseldorf und Göttingen zwei Schwergewichte der ProA, unterlagen dann aber aufgrund mangelnder Konstanz in den Duellen gegen direkte Konkurrenz. „Crailsheim steht in er Tabelle nicht da, wo viele das Team erwartet hätten. Sie spielen wild, mit wenig Struktur und sind deshalb unberechenbar“, prognostiziert Georg Eichler vor der Begegnung. „Mit den Merlins ist das so eine Sache. Sie können den Tabellenführer mit 20 Punkten aus der Halle ballern, haben aber eben auch Tage, an denen sie mit 20 gegen den Letzten untergehen“, so die Einschätzung des Science-City-Trainers.

Nachdem der Kader der Thüringer endlich wieder komplett ist, der zuletzt angeschlagene Jakob Krumbeck ins Training zurückkehren konnte, definiert sich das Ziel der Eichler-Jungs ziemlich eindeutig. „Nachlegen“ war das Schlüsselwort während der Trainingswoche bei Science City, den Sieg in Vechta vergolden, damit die Erfolgsserie auf fünf Siege ausgebaut werden kann. Doch leichter gesagt als getan, kommen die enttäuschend in die Saison gestarteten Gäste mit reichlich Frust und noch mehr individueller Qualität nach Thüringen. „Die Merlins verfügen über viel Potential, welches sie im bisherigen Saisonverlauf nur in den Siegen gegen Düsseldorf und Göttingen andeuten konnten“, sagt Eichler.

Während der Gast aus Baden-Württemberg keinesfalls in die Rubrik „Laufkundschaft“ eingeordnet werden kann, verbindet beide Teams eine gemeinsame Geschichte. Beide Kontrahenten stiegen parallel 2001 in die damalige 2.Liga Süd auf, gingen seitdem fast ohne Unterbrechung einen Weg Seite an Seite. Über eine Dekade lang duellierte man sich um Punkte, lieferte sich in jeder Saison umkämpfte Partien, packende Schlachten, sowohl in Baden-Württemberg als auch in Lobeda-West. Spieler- und Trainerduelle zwischen Akteuren wie Rod Cousin, Lucas Perlitz, Gregor Linke, Ali Seggelke, Michael Lake oder Frank Menz auf der einen, Lucian Kieser, dem viel zu früh verstorbene Gäste-Trainer Arne Alig oder Willie Young, dem heutige Headcoach in seiner Zeit als aktiver Spieler auf der Seite der Merlins stehen exemplarisch für die eng verwobene Historie. Auch das am Samstag in hitziger und spannungsgeladener Atmosphäre stattfindende Spiel dürfte diese Chronik um ein weiteres Kapitel bereichern.

Tom Prager

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