Oberbürgermeister übergab finanzielle Unterstützung

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Oberbürgermeister Knut Kreuch hat im Rahmen einer Pressekonferenz drei Gothaer Vereine vorgestellt, die sich in verschiedenen Ländern im Rahmen verschiedener Projekte sozial engagieren. Die Ukrainefreunde Gotha, die Rumänienhilfe Gotha und der Verein GothAdua erhielten außerdem je 300 Euro für ihre Vereinsarbeit.

Der Verein Ukrainefreunde Gotha ist seit 22 Jahren mit Hilfeleistungen und Projekten im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe im zentralukrainischen Gebiet Cherkasy unterwegs. In der Vereinssatzung ist formuliert: „Der Verein hat das Ziel, zwischen der Region Gotha und ukrainischen Partnern Zusammenarbeit zu initiieren und hilfsbedürftigen Menschen in der Ukraine Hilfe zur Verbesserung ihrer Lebensmöglichkeiten anzubieten, sowie Förderprogramme zu initiieren und Zeichen der Völkerverständigung und der Versöhnung zu setzen.“ Seit acht Jahren werden außerdem Jugendaustauschprogramme zwischen dem Rayon Cherkasy und Gotha organisiert. Im Jahr 2013 wurde auf Initiative des Vereins eine Schulpartnerschaft zwischen der Evangelischen Regelschule Gotha  und der Schule in Chornyavka im Rayon Cherkasy  begründet. Gemeinsam mit der Augustinergemeinde Gotha und deren Partnergemeinde St. Nicolai in Lemgo wurde mit den Partnern in der Ukraine das Christliche Waisenhaus Dumantsy aufgebaut und die Familien unterstützt, in denen insgesamt 25 Waisenkinder in liebevoller Weise in die Familien durch Patenschaften aus Deutschlanintegriert sind. Weiter unterstützt der Verein einige sehr arme Familien mit mehreren Kindern dauerhaft zur Absicherung des Lebensunterhaltes, darunter seit 2014 auch Flüchtlingsfamilien aus der Ostukraine. Mit der Rayonverwaltung und ihren Diensten pflegen der Verein seit vielen Jahren gute Kontakte. So konnte man im Rahmen humanitärer Transporte medizinische Ausrüstungen, Pflegebetten und andere Materialien für die sozialen Einrichtungen des Rayons bereitstellen. In Vorbereitung ist der Aufbau von partnerschaftlichen Beziehungen zwischen dem Rayon Cherkasy und dem Landkreis Gotha, der  maßgeblich durch den Verein unterstützt werden soll. Deutsch–ukrainische Partnerschaften werden verstärkt durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert, um das Assoziierungsabkommen der EU mit der Ukraine mit Leben zu erfüllen. Hier sieht der Verein eine wichtige Aufgabe für die Zukunft.

Die Mitglieder des Rumänienhilfe Gotha e.V. widmen sich seit 1994 Projekten in Rumänien und seit 2004 dem dauerhaften Hilfsprojekt „Gotha-Haus“ in der rumänischen Stadt Resita (Reschitza). Das Gotha-Haus wurde mit Spendengeldern aus Gotha erworben und eingerichtet. Beim „Gotha-Haus“ handelt es sich um ein Sozialprojekt für bedürftige Kinder aus sehr armen Elternhäusern, welche hier täglich kostenfrei ein warmes Mittagessen sowie Betreuung bei den Schularbeiten und bei Bedarf zusätzlich Nachhilfe bei Lernen erhalten. Desweiteren erhalten die Kinder und andere Bedürftige hier auch eine medizinische Grundversorgung. Viele Eltern der Gotha-Haus Kinder verdienen Ihren Lebensunterhalt, aufgrund der immer noch schwierigen wirtschaftlichen Situation in Rumänien, in Westeuropa und lassen Ihre Kinder über Monate allein oder bei den Großeltern zurück. Für diese Kinder ist eine Einrichtung wie das „Gotha-Haus“ ein wichtiger und oft der einzige Anlaufpunkt, um zumindest zeitweise ihr soziales Umfeld aus Not und Armut zu verlassen. Mit den Spendengeldern des  Rumänienhilfe Gotha e.V. werden die laufenden Kosten für die Unterhaltung des „Gotha-Hauses“  sowie notwendige Instandhaltungsarbeiten finanziert. Hierbei wird der Verein auch von verschiedenen Firmen aus der Region sowie der Regionalstiftung der Kreissparkasse Gotha unterstützt. Seit Jahren stellen u.a. die Firmen Ulrich Völker, Michael Fialik, Philipp Garscha, Gunnar Kossow, Lagerland GmbH Gotha, SIG Sonneborn (Velux) sowie die Stadtwerke Gotha, neben Spendengeldern auch kostenlos Material und Werkzeug für das „Gotha-Haus“ zur Verfügung.

Der im Juni dieses Jahres gegründete Verein GothAdua möchte eine Städtepartnerschaft zwischen Gotha und der äthiopischen Stadt Adua initiieren. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die im Sommer 2014 begonnenen partnerschaftlichen Beziehungen zwischen den Menschen, Vereinen und Institutionen der Städte Gotha und Adua zu pflegen und zu entwickeln. Es sollen Begegnungen zwischen den Einwohnern beider Städte, von Vereinen und Organisationen gefördert werden. Im Fokus der Arbeit stehen der gegenseitige Austausch, Hospitationen, Praktika und ähnlichen Maßnahmen zwischen Bürgerinnen und Bürgern beider Städte. Das Interesse gilt über den sozialen und fachlichen Austausch auch der Entwicklung von Umweltprojekten in der äthiopischen Stadt und der Anbahnung konkreter Patenschaften.

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