Thüringen legt beim Straßenbau Fokus auf Ortsumfahrungen

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Thüringen will 90 Verkehrsprojekte für den ab 2015 geltenden Bundesverkehrswegeplan einreichen. Davon sind allein 82 Projekte Ortsumgehungen, kündigte Verkehrsminister Christian Carius am Montag in Erfurt an. (Siehe Grafik: TMBLV)

„Wir bringen dabei alle offenen Vorhaben aus dem alten Bundesverkehrswegeplan von 2003 wieder auf die Agenda und verzichten auf Neuanmeldungen von Straßenprojekten“, sagte Carius. In den vergangenen zehn Jahren habe der Schwerpunkt auf dem Ausbau des Autobahnnetzes gelegen, der bis auf drei Abschnitte weitgehend abgeschlossen sei. Bis Ende 2014 sollen auch das letzte Teilstück der A 71 (nordöstlich von Sömmerda), der Jagdbergtunnel im Zuge der A 4 bei Jena und der  sechsstreifige Ausbau der A 9 südlich des Hermsdorfer Kreuzes abgeschlossen sein.

Finanzbedarf bei 2,3 Milliarden Euro

Die 90 Projekte haben nach Angaben von Carius ein Investitionsvolumen von rund 2,3 Milliarden Euro. Der Ressortchef beklagte eine „chronische Unterfinanzierung“ des Verkehrssektors und verlangte d sind zusätzliche Finanzmittel für Erhalt und Neubau des Straßennetzes.

Die Verkehrsministerkonferenz Anfang November in Suhl habe sich einhelllig dafür ausgesprochen, dass der Bund einen Fonds aus Bundesmitteln auflegen muss. „Diese zusätzlichen Finanzmittel müssen 1:1 in die Verkehrsinfrastruktur fließen“, betonte Carius.