Thüringer Tourismus: Dramatischer Einbruch im 1. Halbjahr 2020 

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Betten in Hotels und Pensionen blieben leer. Foto: William Sun/Pexels

Erfurt (red/TLS, 4. Oktober). Die Beherbergungsbetriebe* in Thüringen haben im 1. Halbjahr 2021 deutlich weniger Gästeankünfte und Übernachtungen als im Vorjahreszeitraum gemeldet. Das geht aus den vorläufigen Angaben des Thüringer Landesamtes für Statistik hervor.

Die Gästeankünfte gingen dabei um 52,3 % auf rund 423.000 und die Übernachtungen um 36,2 % auf 1,6 Millionen zurück. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag mit 3,8 Tagen sehr deutlich über dem im Vorjahreszeitraum erreichten Wert von 2,8 Tagen. 

Der direkte Vergleich mit dem Vorjahreshalbjahr ist allerdings für die Betrachtung der Entwicklung im Jahr 2021 aufgrund der Corona-bedingten Einschränkungen nicht geeignet, da sich die jeweils geltenden Reisebeschränkungen deutlich voneinander unterscheiden. Die Corona-bedingten Verluste werden erst bei einem Vergleich mit den im Jahr 2019 erreichten Werten deutlich. 

So sank die Zahl der Ankünfte im Vergleich zum 1. Halbjahr 2019 um 77,1 % bzw. um 1,4 Millionen; die Zahl der Übernachtungen ging im gleichen Zeitraum um 3,0 Millionen zurück (-65,4 %). 

Die regionale Betrachtung der Ankünfte und Übernachtungen im 1. Halbjahr 2021 zeigt in allen neun Reisegebieten Thüringens einen Rückgang zum Vorjahreszeitraum. Bezüglich der Übernachtungen reichte die Spanne von -3,6 % im Reisegebiet Thüringer Rhön bis -45,5 % im Reisegebiet Thüringer Wald. 

Durch die aktuellen Lockerungen war zwar im Juni 2021 ein Anstieg der Gästeankünfte und Übernachtungen gegenüber den Vormonaten zu verzeichnen, mit rund 199.000 Ankünften und 558.000 Übernachtungen blieben die erfassten Werte aber dennoch um 8,4 bzw. 3,2 % hinter den im Juni 2020 erreichten Werten zurück. 

*Erfasst werden Beherbergungsbetriebe mit mindestens 10 Betten sowie Campingplätze ohne Dauercamping mit mindestens 10 Stellplätzen.

Vom Korn zum Brot e. V.

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