UN-Themenjahr 2014 nimmt immer konkretere Züge an

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Jena (sl) „Wenn wir erfolgreich sind, bietet sich Jena und dem Wissenschaftsstandort Thüringen eine enorme Chance“, sagt Prof. Dr. Benno Werlen. Der Inhaber des Lehrstuhls für Sozialgeographie der Universität Jena und Exekutive Direktor des „International Year of Global Understanding“ (IYGU) hatte am Wochenende das Steering Commitee – den Lenkungsausschuss – und den Wissenschaftsausschuss nach Jena eingeladen.

Auf dem Treffen wurde die Konzeptionierung des Wissenschaftsprogramms beraten und festgelegt. Damit ist ein weiterer wichtiger Eckpunkt von IYGU fixiert und eine weitere Voraussetzung geschaffen, um die Unterstützung der UNESCO zu erlangen. „Wir haben auf der Grundlage der Anfang März entworfenen Leitlinien für das UN-Themenjahr 2014 ein festes Programm erarbeitet“, sagt Werlen. Als nächstes wird eine Broschüre erstellt, mit deren Hilfe die Bewerbung der Kandidatur für die Entscheidungsinstanzen der UNESCO auf Erfolgskurs gebracht werden soll.
Unter den Gästen am Wochenende befand sich Prof. Dr. Ronald F. Abler, Präsident der International Geographical Union. Präsident Abler verkündete, dass sich das CIPSH, das International Council for Philosophy and Humanistic Studies, ebenfalls zur Unterstützung des Themenjahrs entschlossen hat. Außerdem unterstützen bereits die Weltdachverbände der Sozialwissenschaften – das International Social Science Council (ISSC) – und der Naturwissenschaften – das International Council for Science (ICSU) – das Vorhaben.

Der Thüringer Kultusminister Christoph Matschie sicherte die volle inhaltliche Unterstützung der Landesregierung zu. Zudem nannte er die bisher vereinbarte Fördersumme von 261.000 Euro für das Vorhaben. Matschie erinnerte an die großen Traditionen des Wissenschaftsstandorts Thüringen, wobei er Namen wie Haeckel, Doebereiner und Hegel nannte. Zudem gab er der Hoffnung Ausdruck, dass mit der zentralen Rolle, welche die Friedrich-Schiller-Universität mit der Beherbergung des Weltsekretariats des „International Year of Global Understanding“ am Institut für Geographie spielt, die internationale Sichtbarkeit von Universität und Land weiter gesteigert werden dürfte.

Publiziert am 19.05.2011, 15:02 Uhr