USV-Mädels weiter im Abstiegskampf

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Der FF USV Jena verliert das zweite Heimspiel in Folge und konnte an die gute Leistung aus dem Spiel gegen Bad Neuenahr nicht anknüpfen.

Es ist eine Berg- und Talfahrt, auf der sich die Mannschaft vom FF USV Jena befindet. Nach der guten Leistung gegen Essen, folgten zwei enttäuschende Niederlagen. Am vergangenen Sonntag in Bad Neuenahr war dann erneut eine ganz andere Mannschaft auf den Platz zu sehen als zuvor: die Einstellung und der Kampfgeist stimmte, so sieht Cheftrainer Daniel Kraus seine Zöglinge gern.

Heute jedoch brachte er all seine Enttäuschung über die Leistung seiner Mädel nach dem Spiel zum Ausdruck: „Es ist ein hoch verdienter Sieg für Bayern. Wir haben zu viele leichte Fehler gemacht und uns dadurch selbst in Bedrängnis gebracht. Zudem kamen wir auf allen Positionen nicht hinterher. In so einem Spiel hätten wir schon nach der ersten Halbzeit mit 0:4 zurückliegen können. Wenn der Anspruch der Mannschaft der Nicht-Abstieg sein soll, muss unbedingt eine andere Einstellung her.“

Dabei schien es in den Anfangsminuten ein Spiel auf Augenhöhe zu werden. Sowohl Jena als auch der FC Bayern München begannen eindrucksvoll und zeigten den Zuschauern einige sehenswerte Angriffe. Mitte der ersten Hälfte trumpfte Bayern dann auf und fand besser und besser ins Spiel. Der Gegentreffer für Jena schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein. In der 32. Minute verfehlte Vanessa Bürki das Gehäuse von Tessa Rinkes nur knapp und bereits zwei Minuten später klatschte ein Fernschuss der Bayern Frauen an die Latte.

Schließlich war es Isabell Bachor, die wenig später frei vor der Jenaer Schlussfrau zur verdienten Führung für die Gäste traf. Das Team von Thomas Wörle beherrschte auch in der Folgezeit das Geschehen auf dem Platz. Es gab wenige Chancen für den FF USV Jena, die auch nur für einen Hauch von Gefahr vorm Tor von Kathrin Längert sorgten. Bis zur 78. Minute: Amber Hearn überwand die Münchener Schlussfrau per Kopf und glich zum 1:1 aus.

Noch einmal ging ein Hoffnungsschimmer durch die 630 Zuschauer im Ernst-Abbe-Sportfeld. Würde es Jena tatsächlich gelingen, das Spiel noch zu drehen? Doch die Hoffnungen wurden jäh zerstört als Huyleur in der 85. Minute erneut die Münchenerinnen in Führung brachte. In der Nachspielzeit war es dann Julia Simic, die nach einer langwierigen Knieverletzung erstmals wieder in der Bundesliga zu einem Kurzeinsatz kam und gleich nach ihrer Einwechslung aus 18 Meter abzog und für den verdienten 3:1-Endstand der Gäste sorgte.

FF USV Jena
Rinkes (TW),Brosius (C), Roelvink, Radtke, Seiler (55. Milde), Beil (57. Heinze), Landeka, Utes, Schiewe, J. Arnold, Hearn

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