Sperrung und Umleitung im Gothaer Stadtpark-West

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Besprechung im Stadtpark West - Arnoldigarten (Quelle: Stadtverwaltung Gotha)
Fliesenstudio Arnold

Im Zuge der Sanierungsarbeiten des Gartendenkmals „Stadtpark West-Arnoldigarten“ wird ab der 1. Juliwoche die Wasserleitung zum Lüderitzbrunnen verlegt. Dies meldete die Gothaer Stadtverwaltung.

Um die Besucher des Stadtparks nicht zu gefährden und einen reibungslosen Bauablauf gewährleisten zu können, wird auf der Baustrecke für die Wasserleitung der Adolph-Wandersleb-Weg vom Chinesischen Teehaus an der Gaststätte Berggarten bis zum Lüderitzbrunnen auf einer Länge von ca. 400 m für die Besucher des Stadtparks gesperrt. Die Führung der Fußgänger über entsprechende Umleitungsgehwege wird ausgeschildert.

Die Bauarbeiten für den Wasserleitungsbau werden ca. 4 Wochen andauern. Die Stadtverwaltung Gotha bittet die Besucher des Stadtparks für die baubedingten Einschränkungen um Verständnis.

Hintergrund zur Sanierung im Stadtpark-West:

Im Rahmen des geförderten Projektes „Klimaangepasste Qualifizierung des Gartendenkmals Stadtpark West – Arnoldigarten“ in Gotha erarbeitete das Gartenamt mit der Unterstützung des Büros Ulrich Boock – Freier Landschaftsarchitekt, ein Pflege- und Entwicklungskonzept mit denkmalpflegerischer Zielplanung für das Gartendenkmal „Stadtpark West – Arnoldigarten“. Parallel wurden Objektplanungen erarbeitet und in diesem Jahr bauliche Maßnahmen umgesetzt. Hierbei werden die historischen Strukturen betrachtet, das Pflegemanagement, das Wassermanagement, der Wegebau, die Ausstattungselemente, die Pflanzstrukturen und Waldbereiche. Der Kernbereich des Stadt- und Landschaftsparks umfasst ca. 36 ha.

Der erste Projektschwerpunkt Waldumbau wurde im Winter- und Frühjahrszeitraum durchgeführt und ist weitgehend abgeschlossen. Hierbei setzte das Gothaer Gartenamt im Kernbereich des Gartendenkmals, zwischen Lüderitzbrunnen und Müller-Tempel Gruppen von klimaresilenten und somit zukunftsfähigen Forstpflanzen. In 16 freien Waldflächen, auf denen bedingt durch andauernde Trockenheit und Klimawandel hauptsächlich Buchen, Bergahorn und Eschen abgestorben waren, wurden verschiedene Baumarten gepflanzt.

Den notwendigen Schutz vor Wildverbiss erhalten die Forstpflanzen durch sogenannten. Gepflegt werden diese bis zum Einwachsen durch Freischnittmaßnahmen. Mit den am Standort platzierten neuen Baumarten möchte das Gothaer Gartenamt den klimaresilente Waldumbau auf dem Krahnberg befördern.

Im Zuge des Wassermanagements wird ein Teilbereich des Klingegrabens entlang des Bergartenwegs profiliert, um das Oberflächenwasser besser abführen zu können und gleichzeitig eine Versickerung vor Ort zu befördern. Es werden außerdem Versickerungsmulden angelegt und Durchlässe neu gebaut, hierbei auch der Durchlass unter der Wendeschleife an der Zufahrt zur Gaststätte Berggarten.

Zur Stärkung der Erholungsfunktion werden die Freianlagen im Kernbereich der Parkanlage in verschiedenen Bereichen denkmalgerecht um- und neugestaltet. Dies erfolgt u.a. im ehemaligen – unmittelbar an der Gaststätte Berggarten gelegenen – Garten von Ernst Friedrich Arnoldi, welcher 1794 entstand und heute kurz „Arnoldigarten“ genannt wird. Des Weiteren wird die Freifläche am Arnoldi-Obelisk (1824), die Freifläche am Standort des historischen Arnolditurms sowie der Lüderitzbrunnen (1830) mit seinem Umfeld um- und neu gestaltet. Dabei wird vom Lüderitzbrunnen ein heute nicht mehr sichtbarer historischer Weg zum Goldfischteich nach archivierten Befunden neu ausgebaut. Zudem erfolgen steinrestauratorische Maßnahmen wie die Restaurierung und Instandsetzung des Lüderitzbrunnens, des Arnoldi-Obelisken, des sogenannten Texassteins (1872) und des Steins zur Erinnerung an die Übergabe des Gartens an die Stadt Gotha (1872).

Um die Wasserzufuhr zum Lüderitzbrunnen dauerhaft gewährleisten zu können, wird eine Wasserleitung vom vorhandenen Notwasserbrunnen an der Wendeschleife unterhalb des Berggartens bis zum Lüderitzbrunnen ausgebaut und in eine neue Zisterne geführt. Von dort wird bei Bedarf das Wasser dem Lüderitzbrunnen zugeführt.

Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen im Rahmen des Bundesprogramms „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ gefördert.

 

 

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