Weihnachten ist das Fest der Nächstenliebe und der Hoffnung. Wo kann so etwas besser erlebt werden als im Tierheim „Arche Noah“.
Am 6. Dezember luden die Angestellten der Einrichtung in Gotha-Uelleben, wie schon seit Jahren zur Tierheimweihnacht. Vor Ort wurden nicht nur Tiere gestreichelt, sondern die Besucher konnten es sich auch bei Kuchen und Bratwurst gutgehen lassen.
„Mit der Veranstaltung wollen wir einerseits unseren vielen Helfern, Spendern und Freunden Danke sagen. Andererseits wollen wir die Spendenaktivität noch etwas ankurbeln“, sagte Kathrin Matthies, Leiterin des Tierheims. Und das klappte auch ganz gut: Auf und neben dem Spendentisch häuften sich Tierfutter, Reinigungsmittel, Spielsachen und -geräte. Dazu gesellte sich eine Schlange von Menschen, die am Empfang freigiebig ihre Spende loswerden wollten.
„Wir sind jetzt und werden auch in Zukunft von Spenden abhängig sein“, erklärte die Leiterin und freute sich über das rege Interesse. Die Unterbringung der Vierbeiner – in Fall des Tierheims „Arche Noah“ vor allem Hunde und Katzen – verschlingt viel Geld. So können in einer Woche Kosten für beispielsweise Katzenfutter und Tierarztbesuche auch mal in Höhe von 1.200 Euro anfallen. Aber nicht nur laufende Ausgaben werden gedeckt. Das Tierheim befindet sich immer im Wandel. 2025 wurden die Außen- und Innenbeleuchtungen auf dem gesamten Gelände mit LEDs ausgestattet und ein neuer Hundefreilauf wurde geschaffen.
„Diese Veranstaltungen verdeutlichen den Besuchern, welche Arbeit in die Versorgung der Tiere fließt. Und nicht nur die Angestellten geben alles. Viele ehrenamtliche Helfer haben sich dem Wohl der Tiere verschrieben“, sagte Onno Eckert bei seinem Besuch. Er appellierte zudem an die Menschen im Landkreis: „Statt ein Tier vom Züchter zu kaufen, sollte zuerst das nächste Tierheim aufgesucht werden.“
Bevor die Entscheidung zur Anschaffung eines Haustieres fällt, müssen viele Faktoren bedacht werden. Dazu zählen etwa die Lebenserwartung der Tiere und eine artgerechte Haltung. „Eine Katze kann bis zu 20 Jahre alt werden. Jeder Mensch sollte sich die Frage stellen: Möchte ich über diesen langen Zeitraum eine solche Verantwortung tragen? Bei größeren Hunden hingegen sollte sowohl der Bedarf an Platz als auch Freizeit in Betracht gezogen werden“, erklärte Kathrin Matthies. Weniger unterschätzt, aber trotzdem real sind zu- dem die Kosten für Tierfutter und Arztbesuche.
Trotz Beratungsangeboten beispielsweise vom Tierschutzbund bemerkte die Tierheimleiterin eine zunehmende Verwahrlosung bei der Anschaffung von Hunden. Im Falle der Katzen habe sich die Lage etwas entspannt. Jetzt in der Vorweihnachtszeit legte Landrat Onno Eckert noch einmal den Fokus auf das Thema Adoption. „Weihnachten ist das Fest der Hoffnung. Warum sollte das für einen der hiesigen Bewohner nicht gelten? Wir müssen wieder mehr menschliche Wärme zeigen. Und niemand sollte vergessen, dass man zwar einiges für ein Haustier gibt, aber auch sehr viel dafür zurückbekommt.“
Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Oscar am Freitag-Magazin, Ausgabe 12 (2025)





















