Am 17. März startet im Jenaer Volkshaus der diesjährige Berufsinfomarkt. An 54 Informationsständen können sich die Besucher über ca. 190 Berufsbilder, Ausbildungs- und Studiengänge informieren. Oscar-Redakteurin Katja Vollenberg sprach mit Claudia Benkwitz von der Agentur für Arbeit Jena.
Warum sollten angehende Schulabgänger diese Veranstaltung auf keinen Fall verpassen?
Ein Besuch, der sich lohnt, denn nur an diesem Tag findet man die regionalen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten so konzentriert an einem Ort. Informationen zu den Berufsbildern und den Anforderungen an künftige Auszubildende bzw. Studierende erhalten die Besucher hier aus erster Hand. Ausbilder, Handwerksmeister, Personalfachleute und Auszubildende der Betriebe stellen sich den Fragen der Besucher. So lassen sich gut erste Kontakte knüpfen und eventuell auch Praktika vereinbaren. An manchen Ständen ist Mitmachen angesagt. Es können schon selbst kleine Arbeitsschritte ausprobiert werden oder vorhandenes berufliches Wissen in kleinen Tests erprobt werden.
Wer soll sich angesprochen fühlen?
Angesprochen sind vor allem Schülerinnen und Schüler der Vorabgangs- und Abgangsklassen allgemeinbildender Schulen. Eltern, Verwandte, Freunde und Bekannte der Schüler sowie alle anderen Interessierten sind ebenfalls herzlich willkommen. Auch für die Lehrerinnen und Lehrer, die ihre Schülerinnen und Schüler in der Berufswahl unterstützen, bietet sich hier eine interessante Möglichkeit, direkt mit Unternehmen und Institutionen ins Gespräch zu kommen.
Wer organsisiert den Tag?
Der Arbeitskreis Schule-Wirtschaft hat sich zur Aufgabe gestellt, die künftigen Schulabgänger im Prozess der Berufsorientierung zu unterstützen. Dabei ist es ist wichtig, dass Schule und Wirtschaft eng zusammenarbeiten. Der Berufswahlprozess an den Schulen soll frühzeitig an den Bedarfen, Chancen und Möglichkeiten des regionalen Arbeits – und Ausbildungsmarktes ausgerichtet werden. Ein wichtiges Anliegen des Arbeitskreises ist es, zur Sicherung des Fachkräftebedarfes die vielfältigen Ausbildungsangebote und Entwicklungsperspektiven der Region in und um Jena aufzuzeigen. Dazu wird jährlich der Berufsinfo-Markt organisiert, die Hauptaktivität des Arbeitskreises. Daneben organisiert der Arbeitskreis auch Betriebsbesuche für Lehrer in Unternehmen der Region.
Berufe mit Zukunft?
Positive Trends am Arbeits- und Ausbildungsmarkt sind untrennbar mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Region verbunden. Für Jena und den Saale-Holzland-Kreis bieten Berufe der optischen Industrie, der Metallverarbeitung, des Gesundheits- und Sozialwesens und der Dienstleistungsbranche sehr gute Möglichkeiten für einen erfolgreichen Berufseinstieg. Nicht zu vergessen die zahlreichen Handwerksberufe, sie bieten ebenfalls vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten.
Bekommt jeder Schulabgänger einen Ausbildungsplatz – zumindest rein rechnerisch gesehen?
Im vergangen Jahr gab es für jeden Bewerber rein rechnerisch 1,2 Ausbildungsplätze. Hinzu kommt, dass sich die Wünsche der Jugendlichen nicht immer mit dem Angebot decken. So blieben etliche Ausbildungsplätze unbesetzt. Auch für 2012 kann von einer ähnlichen Situation ausgegangen werden. Die positive Entwicklung bedeutet für die Jugendlichen in jedem Fall mehr Wahlmöglichkeiten. Sie entscheiden sich für den Ausbildungsplatz, der ihren Vorstellungen an die Qualität der Ausbildung, die betrieblichen Rahmenbedingungen und an die späteren Übernahme – und Entwicklungsperspektiven am besten entspricht.
Vielen Dank für das Gespräch.




















