Kunstwerk vollendet

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Fliesenstudio Arnold

Das Technische Denkmal in Ohrdruf, der Tobiashammer, beherbergt eine der größten Dampfmaschinen Europas. Vor 530 Jahren entstand der Tobiashammer als technische Anlage und ist seit fast 30 Jahren öffentlich zugänglich. In einer Führung kann man die gewaltigen Maschinen in Aktion erleben.

Auch in diesem Jahr fand das Schmiedesymposium hier statt. Zum 29. Mal trafen sich Europas beste Schmiedekünstler. Steinbildhauerin Ina Michalski aus Weimar kreierte mit den drei Metallgestaltern Guillermina Morales Ramirez aus Barcelona, Johann Neuschmid aus Tirol und Andreas Wiegand unter dem Motto „Sonne, Wasser, Wind“ eine Komposition aus Stein und Metall.

Die vier Künstler bedankten sich für die freundliche Aufnahme in Ohrdruf und waren sichtlich stolz auf ihr Werk: Der Österreicher Johann Neuschmid, genannt Hans widmete sich der Sonne und „mag es, wenn sich etwas bewegt und deswegen dreht sich auch die Sonne auf dem Stein“. Andrea Wiegand ergänzt: „Wir sind hier zusammengewachsen, haben uns gut verstanden, was nicht immer selbstverständlich ist und für mich war es eine große Ehre, dabei zu sein“. Auch Guillermina Morales Ramirez bedankte sich dafür, dabei sein zu dürfen, für sie war es wichtig „am Thema Wasser so zu arbeiten, dass es eine Verbindung zum Tobiashammer erhält“. Ina Michalski liefert mit ihren Steinbildhauerarbeiten das Fundament und den Halt für die Werke der Schmiede. Der Leiter des Tobiashammer stellte fest, dass auch das Wetter in der Woche symbolisch für das Motto war: Regnerisch begann die Woche und nach dem Wind folgte die Sonne.

Am 29. Schmiedesymposium beteiligten sich auch in diesem Jahr wieder die Schüler der 8. Klasse des Gymnasiums Gleichense. Im Rahmen des Projektes „Industrielle Revolution“ erschufen die Jugendlichen zusammen mit dem Schmiedekünstler Ralf Greiner und ihrer Kunstlehrerin Annemone Nowak bereits 2011 die Skulptur „windgeschüttelten Blütenzauber“. Diese wurde nun um ein Becken erweitert und ist im Tobiashammer ebenfalls zu bewundern.

Am 28. April wurden die Werke vor zahlreichen Besuchern durch die Künstler enthüllt und können bald im Eingangsbereich des Tobiashammers bewundert werden.

Museumsbesucher sind herzlich eingeladen, sich im Park des Tobiashammer einen der größten Skulpturenparks Deutschlands anzuschauen, in der Künstler ihre ganze Kraft und Kreativität investierten. Sogar Professor Alfred Habermann, einer der wohl einflussreichsten Kunstschmiedemeister des 20. Jahrhunderts, verewigte sich im Park mit seiner Skulptur „Stammbaum“.

Einen ausführlichen Bericht über den Tobiashammer und das Schmiedesymposium lesen Sie im nächsten Lokalreporter.

Text und Bildergalerie: Livia Zimmermann und bilder.viadata.de

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